Der King im Schaufenster

In ihren Bildern setzt sich der King schon mal an den Schminktisch der Künstlerin. Zu sehen sind die Werke von Dana Kerekes ab dem 29. Oktober im Schaufenster des Geschäftshauses am Maximilianplatz 38. Bild: hfz
Kultur
Tirschenreuth
20.10.2016
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Gut eine Woche vor der Premiere des neuesten Stückes des Modernen Theaters "Servus King" wird Elvis bereits nach Tirschenreuth kommen. Er zeigt sich bei der vermutlich ersten "Trottoir-Ausstellung" am Marktplatz der Kreisstadt.

Bei der ungewöhnlichen Kunstausstellung werden von Samstag, 29. Oktober, bis zum 13. November in den Schaufenstern der ehemaligen Drogerie am Oberen Marktplatz Acrylbilder der Leipziger Künstlerin Dana Kerekes gezeigt. Die in Ungarn geborene Malerin, Musikerin und Absolventin der "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" beschäftigt sich in mehreren großformatigen Gemälden unter dem Titel "Elvis und Ich" mit ihrem Kindheits- und Jugendidol.

Kill your Idols


Dies allerdings nicht, indem sie Elvis Presley als Ikone darstellt, sondern vielmehr sich selbst und ihn in einen bildnerischen Zusammenhang setzt. Dabei kann Elvis die Zügel ihres Pferdes führen, ihr das Pionierhalstuch umbinden, aber auch ihr Opfer werden. Eine bildnerische Auseinandersetzung, die von "Hab mich Lieb" bis "Kill your Idols" führt. Die dazu stattfindende Vernissage in oben genannten Räumlichkeiten am Samstag, 29. Oktober, um 19 Uhr, soll die Besucher ein wenig in die Zeit der ausgehenden 50er Jahre entführen. Dies geschieht nicht zuletzt durch die musikalische Umrahmung seitens der drei "Birner Buddies", welche in der Produktion des Modernen Theaters Tirschenreuth (in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Oberpfalz) in den Hauptrollen zu sehen und zu hören sein werden. Auch die Damen vom Ausschank haben versprochen, den Besuchern in zeittypischem Gewand Getränke und die (im Übrigen streng limitierten) "Elvis-Petit-Fours" zu veräußern. Den Zusammenhang zur Gegenwart stellt schließlich Johannes Zagler in einem Kurzvortrag her. Er beschäftigt sich nicht nur mit Erläuterungen zum Werk von Dana Kerekes, sondern auch mit seinen eigenen Gedanken zu postmoderner Ikonographie und Rock'n'Roll: "Alois Pressluft in meim Hirn".
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