Imagefilm für den Landkreis Tirschenreuth ist fertig
Eine Heimat voller Schokoladenseiten

Die Burg Falkenberg ist natürlich ein absolutes Muss in einem Imagefilm über den Landkreis Tirschenreuth. Die Kameradrohne zeigt die Burg aus einer neuen Perspektive. Bilder: Medienagentur Spectrum (8)
Kultur
Tirschenreuth
19.05.2017
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"Wenn ich nicht hier wohnen würde, dann würde ich jetzt sicher mal hierher fahren", sagt Landrat Wolfgang Lippert im Kreisausschuss. Vorher hat er den neuen Imagefilm für den Landkreis Tirschenreuth gesehen.

1500 Minuten Filmmaterial hat das Team von Dietmar Kiermaier von der Medienagentur Spectrum aus Lohnsitz bei Tirschenreuth im vergangenen Jahr eingefangen. Zielvorgabe war es, daraus einen fünfminütigen Film über den Landkreis zu drehen. Die fünf Minuten konnte Kiermaier zwar nicht ganz einhalten. Aber das nahm keiner der Kreisräte krumm. Denn sie sahen ein rundum stimmiges, wunderschönes Bild voller emotionaler Momente mit vielen ungewöhnlichen Aufnahmen und Perspektiven aus und von der eigenen Heimat.



"Man sieht sofort, dass da viel Arbeit drinsteckt", meinte der Landrat, der einer der wenigen war, die das Werk bereits vorab sehen durften. Er kündigte an, den mit Musik unterlegten "Emo-Trailer" mit dem Titel "Landkreis Tirschenreuth - da lebt sich's gut" demnächst allen Gemeinden für ihre Tourismuswerbung zur Verfügung zu stellen.

Es hat sich ausgezahlt, den Filmemachern viel Freiheit zu geben. "Künstlerisch haben sie sich überhaupt nicht eingemischt", so Kiermaier. Lediglich bei der Drehliste gab es Vorgaben, die Spectrum erfüllen musste. Eine davon war die Länge von fünf Minuten, die um 40 Sekunden überschritten wurde. Die Kameraleute Arnold Völkl und Hans-Jürgen Kiermaier hatten aber auch zu viel gutes Material.

Was die Macher besonders beeindruckte, war die Spontaneität, mit der viele Landkreisbürger den Film unterstützten und sogar vor die Kamera traten.

Sie meisterten ihren Part souverän und natürlich. Egal ob bei einer Bootsfahrt auf der Wondreb oder beim Rodeln auf dem Freizeithugl bei Mitterteich, egal ob bei waghalsigen Sprungmanövern auf dem Tirschenreuther Skaterpark oder bei der geselligen Zoiglrunde - die Einwohner geben immer eine gute Figur ab. "Mit dem Wagnis, keine richtigen Models, sondern die Einwohner des Landkreises vor die Kamera zu holen, haben wir uns schon ein bisschen in Gottes Hand begeben", gibt Kiermaier zu. Doch der Mut habe sich gelohnt, der Film sei seit authentisch geworden. Kiermaier hofft, dass das Werk auch dazu beiträgt, das Selbstbewusstsein der Bürger im Landkreis zu steigern. "Wir haben lange genug unser Licht unter den Scheffel gestellt."

Details zum DrehNicht selten mussten das Kamerateam drei bis vier Mal anrücken, bis das Motiv im Kasten war. Mal waren zu viel Wolken am Himmel, mal gar keine; ein andermal trübte ein Container oder ein Kran den Anblick. Ein Dreh auf der Waldecker Burgruine wird den Mitarbeitern besonders lange im Gedächtnis bleiben. Das Wetter war zwar gut, trotzdem kam es nicht zum erwünschten Ergebnis. Ohne erkennbaren Grund fiel die Drohne aus etwa 50 Metern wie ein Stein vom Himmel. Kiermaier: "Bis heute kann sich das keiner erklären." Das Team hatte Glück im Unglück. Das Fluggerät war zwar Schrott, aber das Kamerateam kam mit dem Schrecken davon.
2 Kommentare
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Paul Trapp aus Mötzing | 20.05.2017 | 11:00  
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Ernst Maier aus Tirschenreuth | 25.05.2017 | 08:46  
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