Kunstausstellung mit Claudia Thoma-Kuttenberger
Bilder vom Grund der Seele

Schon als Kind konnte Claudia Thoma-Kuttenberger gut mit Farben und Pinseln umgehen. Sie malte später Aquarelle und Ölbilder. Seit einem Jahr beschäftigt sie sich intensiv mit ihren "Seelenportalen", die in der Hauptsache in Acryltechnik entstehen. "Ich gehe hin, nehme irgendeine Farbe und male - ganz intuitiv." Bilder: Grüner (6)
Kultur
Tirschenreuth
22.01.2016
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Nach eigener Aussage ist Claudia Thoma-Kuttenberger nicht die Malerin der Bilder die ihr Signum tragen, sondern lediglich das Medium, das ihre Eingebungen auf der Leinwand sichtbar macht. In der Volksbank zeigt sie diese "Seelenportale" zum ersten Mal in der Öffentlichkeit.

Auch die "Zitate", die sie zwischen den Bildern präsentiert, entstünden genauso spontan aus ihrem Innersten und seien nicht einem bestimmten Bild zugeordnet. Die Bilder der Weidner Künstlerin haben grundsätzlich keine Titel. Unter anderem auch deshalb, um den Betrachter nicht in eine vordefinierte Richtung zu lenken.

Herausforderungen im Leben


Dass die Präsentation mit "Seelenportale" überschrieben ist, hat mehrere Gründe. Im Leben der 45-Jährigen habe sich ein "Seelenportal" um das nächste aufgetan, erklärte sie bei der Vernissage. "Seelenportale" seien für sie die kleinen und großen Herausforderungen im Leben.

"Die sind dazu da, um herauszufinden, was uns in der Seele glücklich macht, und sie dienen unserer Weiterentwicklung." Dabei gelte es Antworten zu finden auf Fragen wie, "Wer bin ich, wozu bin ich hier, was ist meine Aufgabe?" Während wir manche "Seelenportale" mit Leichtigkeit durchschritten, schienen andere all unsere Kräfte zu übersteigen. Meistens hätten wir die Wahl zwischen Herausforderung annehmen, kämpfen und Widerständen zu trotzen oder zu kneifen und den einfachsten Weg zu wählen.

Jenseits der Vorstellung


Für die Künstlerin steht zweifelsfrei fest, dass jeder tiefe Erkenntnisse erlangt, der ein solches "Seelenportal" erfolgreich durchschritten hat. Unter den Texten, die sie zwischen den Bildern präsentiert, steht jeweils: "Medial von Claudia Thoma-Kuttenberger." Das bedeutet für sie, dass sie wie bei der Malerei, von etwas Göttlichem, jenseits der materiellen Welt und dessen, was für uns vorstellbar ist, geführt werde,.

Langer Prozess


Ein Prozess, der bei ihr über viele Jahre gegangen ist, ehe sie Vertrauen fassen und sich in eine passive empfangende geistige Haltung begeben konnte, frei von jeglicher Erwartung. Im Laufe der Zeit habe sie eine große Demut und Dankbarkeit für dieses besondere Geschenk empfunden. Ihre Bilder und Zitate seien nicht das Produkt ihrer Ratio, sondern letztendlich Botschaften aus der Seele und könnten aus dem Grund auch als "Seelenportale" fungieren.

In jedem Menschen, dem wir begegnen,begegnen wir auch uns selber.Medial von Claudia Thoma-Kuttenberger

Als leidvollen Weg über viele Jahre, beschreibt die Lehrerin am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Neustadt/Waldnaab ihre eigene, von Krankheit geprägte Vita. Was sie aber auch zu ihrer wahren Bestimmung, anderen Menschen zu helfen, geführt habe. Sie absolvierte eine Ausbildung nach der anderen und ihr wurde immer klarer, dass es vor allem Geist und Seele seien, die einer Behandlung bedürfen. Deshalb eröffnete sie 2012 in Weiden eine Praxis für mediale Heilarbeit. Die Malerei gehört dabei zur Therapie.
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