Musikalischer Leckerbissen
Schwungvoll ins neue Jahr

Das Publikum dankte den Musikern und der Sängerin mit langanhaltendem Applaus für die Darbietungen. Bild: ubb
Kultur
Tirschenreuth
04.01.2016
91
0

650 Zuhörer genossen am Samstagabend den Beginn des neuen Jahres mit Musik der Hofer Symphoniker unter Leitung von Dirigent Hannes Ferrand und Musicalstar Carry Sass.

Ein anerkennendes Raunen ging durch den Saal, als Moderatorin Carry Sass erzählte, wie sie zu Beginn ihrer Karriere unter dem Dirigenten Leonhard Bernstein gesungen hat und erst später erfuhr, wen sie da eigentlich vor sich hatte.

Vom Publikum gefeiert


Dieses Raunen war nicht das einzige Zwischenlob des Publikums beim Neujahrskonzert im Kettelerhaus. Immer wieder wurden Carry Sass, Dirigent Hannes Ferrand und die Hofer Symphoniker mit Zwischenapplaus gefeiert. Mit "Vom Prater zum Broadway" hatte die Stadt Tirschenreuth ihr Neujahrskonzert überschrieben. Zu Gehör kamen dabei unter anderem Werke von Robert Stolz, Leonard Bernstein, Sousa oder Irving Berlin. Carry Sass zeigte sich temperamentvoll und überzeugte als Sängerin souverän und selbstbewusst.

Frau von Welt


Schillernd und als Frau von Welt begeisterte der Musicalstar nicht nur mit einer tollen Stimme. Sass eroberte schnell ihr Publikum mit ständig wechselnder Garderobe und ihrem herzlichen Wesen. Letzteres steckte auch Dirigent Hannes Ferrand an, der immer wieder einzelne Musiker für außergewöhnlich gute Leistungen heraushob.

Evergreens wie "Die Nacht ist nicht alleine zum Schlafen da", "Adieu, mein kleiner Gardeoffizier" oder "Jung san ma, fesch san ma!" aus Opern und Operetten brachten Schwung in den Saal. Anders beim "Servus du" von Robert Stolz, einer dramatischen Geschichte über den Tod eines jungen Mädchens, dessen Liebe verschmäht wurde. Ein Lied, das berührt und nachdenklich macht, bei dem Sass ihr Können voll ausspielte und die Dramatik der Geschichte auf der Bühne ausbreitete.

Die Trauer war nicht lang von Dauer: Beschwingt ging es weiter, wurde das Publikum mit "Grüßen aus Wien" in die Pause geschickt. Die Pause bot genug Stoff für "Small Talk" und Bürgermeister Franz Stahl schüttelte unzählige Hände für einen Neujahrsgruß.

In Teil zwei des Konzertes entführten die Akteure das Publikum auf den Broadway. Auch die kleine Sophie war rundum zufrieden mit diesem musikalischen Leckerbissen zum Jahresbeginn. Im weißen Spitzenkleidchen saß die Vierjährige neben ihrer Mutter in der ersten Reihe und beobachtete mit großen Augen das Konzertgeschehen. "Mir gefällt die Geige am besten", flüsterte die jüngste Zuhörerin im Saal ihrer Mutter zu. Sophie ist noch zu schüchtern, um auf die Frage selbst zu antworten. Ob sie später einmal selbst Geige spielen möchte, weiß die kleine Konzertbesucherin noch nicht.

Langes Klatschkonzert


Sophie zeigte sich, wie auch das große Publikum, begeistert von "Mackie Messer" aus der Dreigroschenoper, "Send in the Clowns" aus "A little night Music" und "There's no Business like Show Business" aus Irving Berlins "Anni get your Gun".

Anhaltender Applaus hielt die Musiker nach dem Schlussakkord fest. Zwei Zugaben ließen sie sich damit noch entlocken. Das Klatschkonzert war damit aber nicht zu Ende.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.