Reinhard Legat übergibt Wallfahrerstäbe
Leben lang unterwegs zu Gott

Zum 40.Mal waren die Pilger aus der Kreisstadt am Wochenende zum Fahrenberg unterwegs. Bilder: K. Scheidler (2)
Kultur
Tirschenreuth
07.07.2016
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Mit Wallfahrerstäben wurden treue Pilger nach dem Gottesdienst ausgezeichnet. Im Bild (von links): Pfarrgemeindratssprecher Reinhard Legat, Karl Scheidler, Gustl Trißl, Margarete Kumeth, Bernd Stahl, Kaplan Paul Gebendorfer, Mesner Josef Riedl, Erwin Steiner und Wallfahrtsleiter Klaus Müller.

1400 Wallfahrtskilometer konnten die Pilger auf dem Weg zum Fahrenberg seit 1977 hinter sich bringen. Nach dem Gottesdienst am Sonntag wollte Pfarrgemeinderatssprecher Reinhard Legat einige Personen herausstellen, die daran besonderen Anteil haben.

Als erste nannte Legat den Begründer der Wallfahrt, Stadtpfarrer Georg Maria Witt, und den ersten Wallfahrtsführer Hugo Fenzl. Ebenfalls bereits verstorben sind die Begleiter der ersten Stunde: Karl und Gerhard Meierhöfer. Stellvertretend wollte er Resi Meierhöfer, die auch von Anfang an die Wallfahrt unterstützte, einen Wallfahrerstab überreichen. Sie konnte aber altersbedingt - sie wird heuer 90 Jahre alt - nicht anwesend sein. Der nächste Dank galt Margarete Kumeth für die musikalische Gestaltung der Wallfahrtsgottesdienste.

Seit Beginn sorge das BRK für die Sicherheit und Versorgung der Wallfahrer. Die treue Seele auf dem Fahrenberg ist der Mesner Josef Riedl. Nach Fenzl übernahm Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernd Stahl die Wallfahrtsleitung und führte die Pilger 15-mal sicher auf den Fahrenberg. Auf ihn folgte Klaus Müller. Gustl Trißl trägt seit Jahren den Lautsprecher. Mit Karl Scheidler schloss Legat den Reigen der Ehrungen. Scheidler sei auch Hüter und Mitschreiber des schwarzen Wallfahrergebetsbuches.

"Barmherzigkeit" lautete das Thema bei der 40. Fußwallfahrt zum Fahrenberg. "Dieses Jahr pilgern wir auch zu unserer Mutter der Barmherzigkeit", betonte Pilgerleiter Klaus Müller.

Nach dem Wallfahrersegen in der Pfarrkirche durch Kaplan Paul Gebendorfer zogen 76 Pilger am Sonntag bei idealem Wetter durch die Stadt hinaus. Vor der Lodermühle erlebten sie einen Bilderbuchsonnenaufgang. Nach dem ersten Rosenkranz begrüßte Pilgerleiter Klaus Müller die Wallfahrer, besonders neue und junge Pilger, die trotz Triathlon oder Fußball-EM mit dabei warten "Ich bin schon ein bisschen stolz auf euch", betonte Müller. Besonders stellte der Pilgerleiter einen Wallfahrer heraus, der seit dem Anfang am 3. Juli 1977 dabei ist, "unseren Spiritus Rector Karl Scheidler".

Jüngster Wallfahrer 14 Jahre


Nach einer kurzen Pause in Honnersreuth hielt Pfarrgemeinderatssprecher Reinhard Legat eine Meditation. 30 Jahre immerwährende Anbetung, die 40. Fußwallfahrt zum Fahrenberg und die Heilige Pforte vom Palmsonntag bis Pfingstmontag in der Pfarrei seien eingebettet in das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Die Tür zu Gott stehe jedem offen, lautet der Aufruf des Heiligen Vaters. Weil das Schutzhaus Silberhütte geschlossen ist, erfolgte die Brotzeitpause bereits auf der Altglashütte in der Gaststätte Blei. Hier schlossen sich weitere Pilger schlossen an, unter ihnen Kaplan Paul Gebendorfer. Er ist der 13. in der Reihe der Kapläne, die bisher dabei waren. Der Zug vergrößerte sich auf 98 Personen. Der jüngste Wallfahrer war 14, der älteste 75 Jahre alt. Die Pilger zogen auf einen anderen Weg als bisher weiter und konnten so den Anstieg zur Silberhütte umgehen. Neu waren auch die folgenden Gebetstexte. Die Vorbeter trugen Betrachtungen zu den sieben leiblichen und geistigen Werken der Barmherzigkeit vor. Nach einem kurzen Zwischenstop auf der Planer Höhe und der Teestation bei Mangelsdorf erreichten die Wallfahrer um 12.30 Uhr den Fahrenberg. Vor der Kirche wurden sie vom Tirschenreuther Kirchenchor mit dem Lied "Herr unser Gott" begrüßt. Den Wallfahrtsgottesdienst zelebrierte Kaplan Gebendorfer in der renovierten Kirche am Hochaltar. Der Volksaltar ist zwar fertig, aber noch verhüllt. Bischof Rudolf Voderholzer wird den Altar am 11. September konsekrieren.

3-2-1 Messe


Musikalisch gestaltete die Messe der Chor mit der 3-2-1-Messe von Gerhard Schacherl. In seiner Predigt sagte der Kaplan: "Als Pilger sind wir hier auf Erden ein Leben lang unterwegs zu Gott." Wie Jesus im Evangelium 72 Jünger ausgesandt habe, so sende er heute uns aus, damit alle Menschen seine Botschaft erfahren.
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