Russische Impressionen im Stiftland

Kultur
Tirschenreuth
21.10.2016
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Ein außergewöhnliches Konzert präsentierte das Kammerorchester im Stiftland im Kettelerhaus. Auf dem Programm standen die "Unvollendete" von Franz Schubert und die "Jahreszeiten" von Tschaikowsky. Warum die Symphonie h-moll nur zwei Sätze aufweist, diese Frage bleibt bis heute offen. Es handelt sich um eine der beliebtesten Symphonien von Franz Schubert. In bemerkenswerter Weise bewältigte das unter der Leitung von Jakob Johannes Schröder agierende Ensemble dieses anspruchsvolle Werk. Sauber intoniert wurden die schwierigen Modulationen dem Zuhörer nähergebracht. Das Entstehen der "Jahreszeiten", ein Zyklus von 12 Stücken für Klavier, von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky hängt unmittelbar mit den freundschaftlichen Beziehungen des Komponisten mit dem Verleger Nikolai Bernhard zusammen. Im Kettelerhaus war die Orchesterfassung des ukrainisch/sowjetischen Komponisten Alexander Wassiljewitsch Gauk zu hören, ein fantasievoll, in bester russischen Tradition instrumentiertes Werk. Das gut gelaunte Orchester lief zu Hochform auf; rasante Läufe, schnelle Wechsel zwischen den Instrumentengruppen, rubati, sforzati, Solostellen, Laustärkewechsel - alles gelang spielerisch leicht und überzeugend. Der Spaß und die Freude am Musizieren waren unüberhörbar und führten zu einer Zugabe, eines Ungarischen Tanzes von Johannes Brahms. Die dargebrachte Leistung ist ein Beispiel dafür was begeisterte Musiker (aus der Region), regelmäßiges Proben (auch an Wochenenden) und ein großzügiger Sponsor (Förderverein MUT) bewirken können: größere symphonische Werke in hervorragender Qualität. Bild: hfz

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