Schatz mit romantischem Zauber

Kultur
Tirschenreuth
27.05.2016
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Walzer, Jodler und das Ave Maria passen durchaus in ein harmonisches Musikprogramm. Beim Mariensingen in der Stadtpfarrkirche wurden die Zuhörer nicht enttäuscht.

Tischenreuth. Klänge aus der Steirischen Harmonika erfüllten zu Beginn des Konzerts den Kirchenraum. Der Männergesangverein 1886 Tirschenreuth hatte auch heuer wieder zu einem Mariensingen geladen.

Das Duo Artmann & Gleißner eröffnete mit dem "Passeirer Jodler" von Herbert Pixner das Konzert. Der vom selben Komponisten in Szene gesetzte "Viertel Jahrhundet Dreiviertler" gefiel in dieser Besetzung ebenfalls. Der ansonsten lebhaft gespielte Walzer fügte sich in dieser Interpretation, mit gemäßigtem Tempo, harmonisch in das gestellte Thema ein. Dabei wurde die Diatonische Harmonika auf dezente Weise von der Gitarre begleitet.

Der Mythos der Gottesmutter hat in der Musikgeschichte tiefe Spuren hinterlassen. Kaum ein Komponist, der sich nicht damit beschäftigte. Christine Kohl, mit ihrer Mezzosopran-Stimme immer wieder ein Glanzpunkt bei lokalen Musikveranstaltungen, nahm sich auch dieses Themas an und sang das "Ave Maria" jeweils von Wolfgang A. Mozart, Luigi Cherubini und Camille Saint Saëns. Vertonungen aus den letzten drei Jahrhunderten. Rainer Völkl begleitete sie am Piano.

Gelungene Chordarstellung


Das Neualbenreuther Zwio, bestehend aus Franz Danhauser und Monika Kunz, begeisterten mit Volksweisen über die Gottesmutter Maria, wie "Es blühen drei Rosen", "Maria sei gegrüßt" und "Königin voll Herrlichkeit". Die mit Andacht vorgetragenen Lieder erreichten auch diesmal wieder die Herzen des Publikums.

Der Schatz der Marienlieder ist voll romantischen Zaubers, aber der Zauber will auch verstanden sein. Dies gelang den Sängern des MGV um Horst Schultes in überragender Weise. Besonders gefiel hier "Ave-Glöcklein" von Manfred Bühler. Die bekannte Melodie: Wenn ich ein Glöcklein wär, schön wollt ich läuten... wurde von Christine Kohl begleitet. Auch "Sancta Maria" in lateinischer Sprache gesungen und "Maria breit den Mantel aus" beeindruckten sehr. Dagegen schien das chilenische Volkslied "Señora Doña Maria" mit seiner einfachen, ins Gehör gehenden Melodie schon fast als "Gassenhauer". Beim abschließenden Lied "Maria breit den Mantel aus" sang Dirigent Horst Schultes den Solopart. Insgesamt eine gelungene Darstellung des Chores. Es wurde gemeinsam geatmet und phrasiert, homogen und klangschön gesungen. Und der Chor demonstrierte dabei einmal Mal mehr eindrücklich, dass auch etwas größere Chöre ein gutes Pianissimo singen können. Die begleitenden Texte dazu wurden gekonnt von Franz Kraus vorgetragen. Die Begrüßung und die Verabschiedung übernahm 1. Vors. Rudi Schmidt. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Horst Schultes.

Gemeinsames Schlusslied


Zum Ausklang der Veranstaltung sangen die Mitwirkenden mit dem Publikum das Lied aus dem Gotteslob "Sagt an, wer ist doch diese ...". Davor erhielten alle den Segen durch Kaplan Paul Gebendorfer. Eine gelungene Veranstaltung. Und wer sich die Zeit genommen hat, dieses Konzert, trotz sehr warmen Wetters, zu besuchen, wurde nicht enttäuscht.
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