"Servus King - Elvis in der Oberpfalz" - Uraufführung im Kettelerhaus
Ganz brave Schwermetaller

Die drei "Buddyboys" Felix Werner, Alexander Ernst und Dominik Boll (von links) bei der Probe. Wenn der Theater-Stress vorbei ist, gründen die Jungs vielleicht eine eigene Band. Die drei kommen von der Musik und schnuppern zum ersten Mal Theaterluft. Bild: Grüner
Kultur
Tirschenreuth
02.11.2016
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Alexander Ernst, Dominik Boll und Felix Werner leben für die Musik. Was ihre berufliche Zukunft betrifft haben die drei jungen Männer klare Ziele vor Augen. Am Samstag sind sie als "Buddyboys" bei der Uraufführung von "Servus King - Elvis in der Oberpfalz" im Kettelerhaus zu sehen.

Alexander Ernst aus Maiersreuth spielt in der Co-Produktion des Modernen Theaters Tirschenreuth (MTT) und Landestheater Oberpfalz (LTO) unter der Regie von Daniel Grünauer den Schlagzeuger. Er studiert im ersten Semester Pharmazie in Regensburg. In der Apotheke der Mutter eines Freundes wurde im klar, dass das der richtige Job für ihn ist. Er ist Musiker mit Leib und Seele, aber bodenständig genug, dass er eine Musikerkarriere für sich ausgeschlossen hat. "Um als Berufsmusiker vernünftig leben zu können, sehe ich nicht viele Chancen."

Schlagzeug entdeckt


Schon im Grundschulalter entdeckte er seine Vorliebe für die Musik. In der Kreismusikschule (KMS) fing er mit acht Jahren an. Er lernte Akkordeon. Viele Jahre blieb der 19-Jährige dem Instrument treu. Vor vier Jahren machte er bei einer Jam-Session Bekanntschaft mit dem Schlagzeug. Da war es dann um ihn geschehen. Seither hat er sich das Instrument autodidaktisch näher gebracht und trommelt alles, wonach ihm gerade der Sinn steht.

Wenn er gerade nicht Musik macht, ist er häufig in der Küche anzutreffen, denn Alexander kocht gerne. Schon im zarten Kindesalter bewunderte er die Mutter, wenn sie in der Küche die Speisen zubereitete. Heute sind sie da oft gemeinsam unterwegs. Variationen raffinierter Soßen, Gulasch französischer Art und viele andere Spezialitäten haben es ihm angetan. Dieses Talent schätzt auch die Oma, die einen Partyservice betreibt und den Enkel dafür gerne einspannt.

Coole Gitarre


Dass sein Essen schmeckt, bestätigen die beiden anderen "Buddyboys", Dominik Boll aus Waldsassen und Felix Werner aus Ottengrün, die schon öfter in den Genuss gekommen sind. Felix ist der Leadgitarrist in der Band. Mit sechs Jahren hat er in der KMS angefangen. Die Eltern hatten ihm damals aufgetragen ein Instrument zu lernen. "Du darfst dir eins aussuchen", sagten sie. Er fand damals wie heute Gitarre cool. "Bis zum heutigen Tag haben meine Eltern meine musikalischen Ambitionen immer unterstützt", freut er sich.

Bis er 13 Jahre alt war, spielte er ausschließlich klassische Gitarre. Vor fünf Jahren entdeckte der 18-Jährige dann die E-Gitarre für sich. "Die Gitarre war immer mein Instrument." Auch Felix studiert erst einmal, bevor er sich beruflich endgültig festlegt. Er ist im ersten Semester Materialwissenschaft- und Werkstofftechnik in Erlangen. "Es musste auf jeden Fall etwas Technisches sein, das interessiert mich am meisten." Vielleicht deshalb auch seine Vorliebe für Heavy Metal. Diesen Musikgeschmack teilen die drei "Buddyboys" und stehen auf Bands wie "In Flames", "Iron Maiden" oder "Amon Amarth".

Hin und weg


Auch die musikalische Ausbildung von Dominik Boll, der als Bassist der "Buddyboys" auftritt, ist absolut geradlinig. Der 18-Jährige genoss schon im Alter von vier Jahren die musikalische Früherziehung in der KMS. Fünf war er, als er dort jemanden Gitarre spielen hörte. Er war hin und weg und wusste: "Das ist es." Zehn Jahre klassische Gitarrenausbildung folgten, bevor er mit 15 erste eigene Gehversuche auf der E-Gitarre wagte. Dominik studiert an der Universität in Bayreuth im ersten Semester "Philosophy & Economics". Wenn er nicht studiert oder Musik macht, ist der Oberministrant oft im Dienst der Katholischen Kirche im Einsatz. So richtig als Band waren die drei Jungs bisher nicht unterwegs. Auf dem Dachboden in Felix' Elternhaus in Ottengrün haben sie mehrmals zusammen gespielt. In Zukunft könne es schon sein, dass sie gemeinsam als Band auftreten. "Dann covern wir vielleicht Bands, die uns gefallen oder spielen das, was gerade Spaß macht. Da sind wir offen - Hauptsache Musik."

Hatten sich die drei vor ihrem Theaterengagement nicht oder kaum mit der Musik von Elvis Presley beschäftigt, stehen sie heute darauf. Theater war für die "Buddyboys" absolutes Neuland. Mittlerweile können sie sich alle vorstellen, dass sie künftig auch mal eine Rolle spielen, die gar nichts mit Musik zu tun hat. "Aber erst nach dem Studium", geloben sie. Noch ein Hinweis an die weiblichen Fans der "Buddyboys". Alle drei sind noch zu haben - aber wahrscheinlich auch erst nach dem Studium. Brav!

Tickets und TermineDer Vorhang für die Uraufführung von "Servus King - Elvis in der Oberpfalz" hebt sich am Samstag, 5. November, 20 Uhr, im Kettelerhaus Tirschenreuth. Weitere Aufführungen der Gemeinschaftsproduktion von Modernem Theater Tirschenreuth und Landestheater Oberpfalz sind am Freitag, 11., Samstag, 12. November, sowie Freitag, 18., und Samstag, 19. November (jeweils 20 Uhr). Tickets für Tirschenreuth gibt es bei der Tourist-Info der Kreisstadt unter 09631/600-248. Am Samstag, 26. November, (20 Uhr) ist das Stück in der Stadthalle in Neunburg vorm Wald sowie am 1., 2., 3., und 8. Dezember in der Stadthalle in Vohenstrauß zu sehen. Karten für Neunburg und Vohenstrauß gibt es bei NT-Ticket.de und beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice, 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0 und www.nt-ticket.de. (tr)


Da sind wir offen - Hauptsache Musik.Die Buddyboys
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