3200 Kunden und Geschäftspartner aus 103 Ländern
Internationale Bauindustrie bei Firma Hamm

Die Tribüne bietet Platz für 3000 Schaulustige. Die können dann hautnah erleben, wie Walzen und Fräsen auf unterschiedlichem Terrain ihren Dienst tun. Simultan dazu wird die Vorführung auf zwei Videowände übertragen und in fünf Sprachen übersetzt. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
24.09.2014
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Gottfried Beer vor dem "Marktplatz der Maschinen": Auf dem gesamten Firmengelände wird seit Monaten gearbeitet, um Gäste aus aller Welt zu empfangen und die Stärke der Wirtgen-Gruppe zu demonstrieren. Bild: axs

3200 Kunden und Geschäftspartner aus 103 Ländern treffen sich ab Donnerstag bei der Firma Hamm, um bei den Technologie-Tagen der Wirtgen-Gruppe die neuesten Entwicklungen im Straßenbau zu sehen. Aber auch historische Maschinen haben ihren großen Auftritt.

Es wird an allen Ecken und Enden gearbeitet auf dem Firmengelände der Hamm AG. Doch anders als üblich werden nicht nur Bandagen gebogen und Walzen montiert, sondern Theken aufgestellt, Bühnen gebaut und Maschinen geputzt. Wenn heute um 15 Uhr die Gäste aus der ganzen Welt zu ihrem Rundgang durchs Werk des Walzenherstellers aufbrechen, sind insgesamt eineinhalb Jahre Planungszeit zu Ende gegangen.

Die Technologie-Tage der Wirtgen-Gruppe zum Thema Straßenbau und Straßeninstandsetzung nehmen dann richtig Fahrt auf. Am Donnerstag und am Freitag wird das weitläufige Firmengelände Schauplatz von unterschiedlichsten Veranstaltungen, Demonstrationen und Vorträgen. "Wir öffnen die Firma und wollen unseren Kunden zeigen, auf welchem Niveau wir hier produzieren", sagt Marketing-Leiter Gottfried Beer. Mit diesem Ansturm hatte er allerdings nicht gerechnet: "Es wird ein Treffen der internationalen Bauindustrie." Sogar der Verkehrsminister aus dem asiatischen Staat Myanmar hat sich angekündigt.

Seriennummer 1

In verschiedenen Bereichen und Zelten werden die neuesten Technologien der Firmen Hamm, Wirtgen und Vögele präsentiert, alle Serviceleistungen der Unternehmen dargestellt. Neben dem Blick in die Zukunft des Straßenbaus können sich die internationalen Besucher auch auf einen Spaziergang mitten durch die Geschichte der Traditionsunternehmen begeben. Die Ausstellung mit historischen Maschinen beherbergt viele Stücke aus Museen, darunter auch die Seriennummer 1 der Firma Wirtgen. "Die erste Maschine, die Wirtgen jemals gebaut hat", erläutert Beer.

Was allerdings in der Gegenwart alles möglich ist im Bereich Straßenbau, das ist ein paar Meter weiter zu bestaunen. Rund um eine überdachte Fläche reihen sich moderne Baumaschinen aneinander. Auf einer eigens angelegten Teststrecke zeigen am Freitag Walzenzug, Kaltfräse und Co., was sie können. Unter Realbedingungen wird Gestein gebrochen, Asphalt verdichtet und abgefräst. Geplant ist, die Moderation der Aktion zeitgleich in fünf Sprachen zu übersetzen.



Nebenan im Hauptzelt, das einem gewaltigen Zirkuszelt gleicht, wartet auf alle Gäste ein aufregender Abend mit hochwertigem künstlerischem Unterhaltungsprogramm. Auch zum Dinner lädt die Wirtgen-Gruppe hier ein. Ganze 100 Meter Länge misst das Showzelt, in dem sich auch eine Bühne und die Catering-Bereiche befinden. Auf den Tellern der Besucher, die in verschiedenen Hotels von Karlsbad bis Nürnberg untergebracht sind, finden sich dann übrigens Speisen eines Tirschenreuther Lieferanten wieder. Die Planungen des Programmes laufen schon lange. Und wenn heute das Werk seine Tore öffnet, dann wird das auch die Kreisstadt zu spüren bekommen.

80 Busse im Einsatz

"Wir haben 80 Busse im Einsatz", erklärt Gottfried Beer. Deshalb kann es an den beiden Tagen auch in der Stadt zu leichten Verkehrbehinderungen kommen. Neben den Busfahrern und den Organisatoren von der Firma Hamm sind noch zahlreiche andere Helfer im Einsatz, um die Großveranstaltung über die Bühne zu bringen. "Insgesamt sind 700 Menschen an dem Projekt beteiligt", weiß Beer. Nach der Premiere der Technologie- Tage im Jahr 2008 hat sich die Wirtgen-Gruppe heuer nochmals übertroffen. "Das sind andere Dimensionen als beim ersten Mal", resümiert der Marketing-Leiter.

Am Samstag dann, wenn die internationalen Kunden und Besucher wieder im Flugzeug Richtung Heimat sitzen, können die Mitarbeiter das Gelände erkunden. Weil diese während des laufenden Betriebes keine Gelegenheit dazu finden, wird abschließend noch ein Familienfest organisiert.
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