6000-Seelen-Gemeinde behauptet sich gegen ungarische Hauptstadt und richtet Kegel-WM Classic aus
Speichersdorf tupft Budapest

Mit 1500 Euro unterstützt die Sparkasse Oberpfalz Nord den Sportkegelclub Speichersdorf. Im Bild (von links) Vorstandsvorsitzender Ludwig Zitzmann, Cheforganisator Willi Kreutzer, Landrat Wolfgang Lippert, Winfried Weiß vom Orga-Team und Bürgermeister Werner Nickl. Bild: bz
Lokales
Tirschenreuth
10.04.2015
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Die Spannung steigt. In wenigen Wochen startet in Speichersdorf die Weltmeisterschaft im Sportkegeln Classic. Willi Kreutzer und sein Organisationsteam haben da noch einige schlaflose Nächte vor sich. Baldrian gibt es an diesem Morgen nicht im Landratsamt, wohl aber einen Scheck als kleine Beruhigungsspritze. Die 1500 Euro sollen die enormen finanziellen Belastungen für den ausrichtenden Sportkegelclub Speichersdorf etwas mildern. Der hat bislang schon mehr als 30 000 Euro ausgegeben.

Beste Verbindungen

Auf Vorschlag von Landrat Wolfgang Lippert und des Kemnather Bürgermeisters Werner Nickl unterstützt die Sparkasse Oberpfalz Nord die Speichersdorfer. Die 6000-Seelen-Gemeinde gehört zwar nicht mehr zum Landkreis Tirschenreuth, aber die Verbindungen zu Kemnath sind auch über vier Jahrzehnte nach der Gebietsreform immer noch bestens. Und: Speichersdorf gehört zum Filialnetz der Oberpfälzer Sparkasse.

Eine Riesennummer

Deshalb spricht Vorstandsvorsitzender Ludwig Zitzmann auch von der regionalen Verantwortung. "Ich hab' mir die Augen gerieben, was da alles auf die Organisatoren zukommt." Und auch Bürgermeister Nickl bewundert den Mut von Willi Kreutzer und seinem Team. "Das ist eine Riesennummer, da hat die ganze Region etwas davon." Kegler aus 16 Nationen haben bisher ihre Teilnahme zugesagt, rund 600 Sportler und Betreuer sind unterzubringen. Und in die Sportarena müssen noch acht Kegelbahnen eingebaut werden. Dazu kommt noch eine Tribüne, die täglich fast 500 Zuschauern Platz bietet. Insgesamt wird über die 17 Veranstaltungstage mit rund 10 000 Besuchern gerechnet. ARD und ZDF berichten live. Täglich sind gut 80 Helfer nötig, um die Organisation zu bewältigen. Fast 1500 Arbeitsschichten sind notiert.

"Und wie kommt man auf die Idee, eine Weltmeisterschaft auszurichten?" will Landrat Wolfgang Lippert wissen und erfährt von Cheforganisator Willi Kreutzer die Vorgeschichte. Die begann eigentlich mit der WM 2009 in Dettenheim. Die schauten sich Speichersdorfer Kegler an und sagten anschließend: "Das können wir auch." Also bewarben sie sich, bestanden mit ihrem Konzept eine Auswahlrunde nach der anderen. Mit im Rennen stand letztlich nur noch die ungarische Hauptstadt Budapest - und hatte das Nachsehen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.sportkegel-wm-2015.de
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