Abenteuer im heißen Sand

Im Jahr 2000 waren die Abenteurer auch im Murzug-Erg (Erg bedeutet soviel wie Sandsee oder Dünengebiet) im Süden Libyens unterwegs. Das Areal hat eine Ausdehnung von 58 000 Quadratkilometern. Dort gibt es weder Straßen noch irgendwelche Wege. Dafür bis zu 200 Meter hohe Dünen. Mit vier Fahrzeugen durchquerte die Reisegruppe das Gebiet auf einer Länge von 700 Kilometern von West nach Ost. Bild: Fritsch
Lokales
Tirschenreuth
09.11.2015
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Mit ihren Berichten über ihre Expeditionen auf der halben Welt haben Diana und Rüdiger Fritsch aus Bärnau mächtig Furore in der Region gemacht. Bei ihrem nächsten Vortrag nehmen sie ihre Reisegruppe mit in die Sahara.

Zum Preis von drei Euro entführt das Ehepaar am Donnerstag, 19. November, von 19 bis 21.30 Uhr ihr Publikum im großen Sitzungssaal des Landratsamtes mit eindrucksvollen Bildern, Videos und ihrer fesselnden Erzählweise in den größten Sandkasten der Erde, in die Wüste Sahara. In der Pause gibt es im Foyer Leckerbissen von heimischen Fischen sowie Rot- und Weißwein. Die Bilder und Videosequenzen entstanden bei mehreren Individualreisen. Manchmal wurden Diana und Rüdiger Fritsch auch von Freunden begleitet, die ebenfalls dem "Wüstenvirus" verfallen sind.

Über Italien und Gibraltar

Als Reisefahrzeug diente ihnen ihr expeditionstauglich umgebauter Geländewagen. Die Anreise erfolgte meist per Autofähre über Italien nach Tunis und von dort weiter nach Algerien oder Libyen. Für Marokko oder Mauretanien wählten sie den Landweg über Gibraltar.

Die Abenteuerreise führt durch abwechslungsreiche Wüstenlandschaften. Die beiden Globetrotter führen ihre Mitreisenden in unendlich scheinende Dünengebiete, steinige Ödnis abseits jeder Zivilisation und, im Gegensatz dazu, auch in fruchtbare Oasen mit funkelnden Seen wie aus 1001 Nacht mit sehr gastfreundlichen Menschen. Ziele sind unter anderem das Akakus-Gebirge (Weltkulturerbe der Unesco) oder das Wadi Mathendusch, in dem Felsmalereien und -gravuren von der ersten Besiedelung vor mehr als 12 000 Jahren zeugen. Zu der Zeit war die Sahara noch eine blühende Savanne.

Ausreichend Grundwasser

Weiter geht es zu den Mandara-Seen. Sie gelten als Wunder der Sahara. Inmitten hoher Sanddünen sind dort mehrere Seen eingebettet. Da gibt es Dattelhaine. Hier leben mehrere Vogelarten. Mit ausreichend Grundwasser sichern sie das Überleben der Beduinen. Auch den Tieren der Wüste ist ein Kapitel gewidmet. Von den Kamelen der Nomaden bis zum kleinen Wüstenfuchs werden viele vorgestellt. Weltkulturerbe-Stätten wie die Altstadt von Fes (Marokko), Ghadames (Libyen) oder Kairouan (Tunesien) bilden weitere sehenswerte Ziele der Sahararegion.

Diana und Rüdiger Fritsch lassen nicht nur beeindruckende Bilder sprechen. Sie erzählen auch von ihren Begegnungen mit den Menschen in der Sahara und deren Gastfreundschaft. Ebenso erläutern sie, wie sie ihre Expeditionen geplant und durchgeführt haben. Auch von möglichen Risiken, die eine Reise in eine der trockensten und heißesten Regionen der Welt in sich bergen, berichten sie.

Mehr als zehn Reisen

Diana und Rüdiger Fritsch haben bei mehr als zehn Reisen die verschiedensten Regionen der Sahara kennengelernt. Sie waren unter anderem in Tunesien, Libyen, Algerien, Marokko und Mauretanien. Die gezeigten Aufnahmen zeigen einen Querschnitt davon und entstanden zwischen 1996 und 2013.
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