Anspruchsvolle Schulung für zwölf neue Jugendleiter - Vereine legen Wert auf gute Ausbildung
Mit Rollstuhl und Rollenspielen

Nur gemeinsam ist das Hindernis zu überwinden: Solche Übungen standen mit im Lehrplan.
Lokales
Tirschenreuth
21.05.2015
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Über 34 Stunden, verteilt auf zwei Wochenenden, bildeten sich Ehrenamtliche im Bereich der Jugendarbeit fort. Doch der Einsatz hat sich gelohnt - und allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Die neuen Jugendleiter erwarben in der Jugendherberge Tannenlohe mit ihrem ihr Engagement die Berechtigung zur Juleica (Jugendleitercard).

Zum ersten Mal, aber mit vollem Erfolg, hatte die Kommunale Jugendarbeit zusammen mit dem Kreisjugendring diese Schulung nach den bundesweiten Qualitätsstandards angeboten. Dabei behandelten die zwölf Teilnehmer beispielsweise die Bereiche Entwicklungspsychologie, Gruppenpädagogik und Motivation. Sie bearbeiteten auch den Umgang mit Konflikten.

Es ging ebenso um die Prävention sexualisierter Gewalt, um Rechts- und Versicherungsfragen in der Jugendarbeit. Zahlreiche praktische Übungen, Kleingruppenarbeiten und Rollenspiele lockerten den Lernprozess auf. Guten Anklang fanden besonders die Themenbausteine "Umgang mit neuen Medien" und "Erlebnispädagogik".

Möglichkeiten der Inklusion mit Übungen zur Selbsterfahrung durch körperliche Einschränkungen vermittelte Referentin Christina Ponader von der Lebenshilfe-Kreisvereinigung Tirschenreuth. Mit Simulationsbrillen für Sehbehinderungen, dem Alterssimulationsanzug "Gert" und Rollstühlen für Bewegungseinschränkungen erlebten die Teilnehmer, wenn auch nur im Ansatz, auf welche Herausforderungen Menschen mit Behinderung stoßen können. Mit interkultureller Kompetenz wurde ein ebenfalls ganz aktuelles Thema für die Jugendarbeit aufgegriffen.

"Jugendarbeit ist wichtige Bildungsarbeit. Dazu braucht es gut ausgebildete Jugendleiter", sagt die Mitorganisatorin und Referentin Sabine Bauer von der kommunalen Jugendpflege. "Immer mehr Vereine legen Wert darauf, dass die ihnen anvertrauten Kinder von qualifizierten Ehrenamtlichen betreut und angeleitet werden."

Teilnehmerin Anna-Lena Ott, eine Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit, zieht stellvertretend Bilanz: "Obwohl ich selbst bereits länger in der Jugendarbeit tätig bin, konnte ich aus dieser Schulung sehr viel Wissenswertes und neue Impulse und Anregungen für die Praxis mitnehmen."
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