Arbeitskreis Historisches Handwerk besucht "Schafflmacher" Wilhelm Staufer - Handwerk vom Vater ...
Mal ein Butterfass, mal ein Bierbottich

Der Arbeitskreis Historisches Handwerk aus Tirschenreuth besuchte den "Schafflmacher" in seiner Werkstatt in Falkenberg - und konnte dabei viel lernen. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
28.11.2014
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Zehn Mitglieder des Arbeitskreises Historisches Handwerk in Tirschenreuth besuchten vor kurzem Wilhelm Staufer in Falkenberg. Der ehemalige Landwirt hat von seinem Vater das "Schafflmachen" gelernt. Mit fast 80 Jahren macht er sich auch heute noch daran, mal ein Butterfass, einen Bierbottich oder ein "Schaffl" in seiner kleinen Werkstatt zu fertigen. So etwas ist in der Zoiglhochburg Falkenberg immer wieder mal gefragt.

Einige fertige oder halbfertige Holzgefäße zogen sofort die Blicke der Besucher auf sich. Gespannt lauschten sie den Erklärungen des Fachmannes. An einem Holzklotz zeigte er, wie die Scheite gespalten und die rohen Dauben auf der Schnitzbank zurecht gehobelt werden. Mit der passenden Model wird dann die Schräge angehobelt.

Wertvolle Informationen

Sind diese Teile soweit fertig, geht es an das Zusammenstellen des runden Gefäßes. Ungeübte brauchen dazu viele Hände, der Könner aber zeigte die Tricks und flugs waren die Teile mit dem Eisenband fest aneinander. Ein besonderes Können verlangt das Auszirkeln und Einpassen des Fassbodens, das Staufer auch gekonnt demonstrierte. Die Gäste verabschiedeten sich mit großem Dank vom "Binner" in Falkenberg. Die Besucher haben wertvolle Informationen von einem Mann erhalten, der das alte Handwerk noch voll und ganz beherrscht. Schließlich möchte der Arbeitskreis Historisches Handwerk aus Tirschenreuth diese Tradition nicht ganz vergessen und mal selbst ein Fass oder einen Bottich fertigen.
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