Auf der Suche nach Klassenpaten

Der Kinderschutzbund kann auch in den nächsten zwei Jahren auf bewährte Kräfte an der Spitze bauen. Im Bild das Vorstandsteam (vorne von links): Anni Staufer, Reinhard Dörschmidt, Inge Pannrucker und Gabi Kohl sowie (hinten von links) Anton Singer, Albert Müller, Elisabeth Jobst, Monika Schmiedel, Birgit Mayer, Jeanette Beer, Bürgermeister Franz Stahl, Bianca Gradl und Karl Haberkorn. Bild: wg
Lokales
Tirschenreuth
25.03.2015
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Inge Pannrucker hat vor zehn Jahren den Kinderschutzbund in der Kreisstadt aus der Taufe gehoben. Seitdem wirkt sie mit enormer Energie an der Spitze. Und das soll auch so bleiben.

Zusammen mit ihren Mitstreitern hat Inge Pannrucker den Kinderschutzbund mit einem beachtlichen Angebot ausgestattet. Herausragend sind dabei die "Rappelkisten", in denen kurzzeitige Kinderbetreuung angeboten wird.

Bei der Jahreshauptversammlung ging die Vorsitzende im Rechenschaftsbericht auf einige Schwerpunkte ein: Das Sorgentelefon, die Kooperation mit der Kommunalen Jugendarbeit sowie die Prävention "Buch & Kind". Das Benefizkonzert, bei dem Inge Pannrucker seit 20 Jahren mit der Kreismusikschule zusammenarbeitet, ist auf den Kinderschutzbund übergegangen. Die Kurse "Starke Eltern - Starke Kinder", "Starke Mädchen siegen" und "Starke Jungs siegen" sollen auch 2015 angeboten werden. Bianca Gradl hat drei Kurse "Begleitender Umgang" mit insgesamt 91 Stunden (jeweils zwei Stunden am Sonntag) geleitet.

Weitere Projekte des Kinderschutzbundes sind die "Lesepaten" und Teilnahme an Klassenfahrten als Unterstützung, die Mitarbeit im "Bündnis für Familien", dazu kommen verschiedene Veranstaltungen. "Ein großer Renner war wieder die Wunschsterne-Aktion", freute sich Pannrucker. 200 Päckchen im Gesamtwert von 4000 Euro wurden gespendet.

Rappelkisten sehr gut belegt

Stellvertretende Vorsitzende Anni Staufer informierte über den Betrieb der "Rappelkisten" in Mitterteich und Tirschenreuth, die gut bis sehr gut belegt sind. "Wir sind von 6.15 bis 20 Uhr beschäftigt, viermal die Woche." Dank des Engagements der Frauen musste noch niemand weggeschickt werden. 2014 wurden 3017 Kinder in Mitterteich (3560 Betreuungsstunden) und 830 Kinder in Tirschenreuth (1202 Betreuungsstunden) von den Tagesmüttern betreut.

Laut stellvertretender Vorsitzender Gabi Kohl gibt es seit drei Jahren sechs "Klassenpaten" in der Grundschule in Waldsassen, wobei einmal wöchentlich für zwei Stunden in die Klassen gegangen wird und - auf Weisung der Lehrer - gefördert wird, was nötig ist. Was als Pilotprojekt begann, kommt so gut an, dass noch mehr Paten gebraucht werden könnten. Seit heuer gibt es in der Hauptschule drei Lesepatinnen, die sehr gut angenommen werden. Fünf Mitarbeiterinnen wurden 2014 zu Krippenpädagoginnen ausgebildet.

Bürgermeister Franz Stahl stellte auch im Namen von Landrat Wolfgang Lippert und aller Bürgermeister die Arbeit des Kinderschutzbundes heraus. "Ihre Arbeit ist unwahrscheinlich wichtig, auch wenn es schade ist, dass es so einen Verein überhaupt geben muss." Besser wäre es, wenn es in den Familien besser funktionieren würde.

Bewährte Führung

Problemlos gestalteten sich die Neuwahlen. Das Ergebnis für 2 Jahre: Vorsitzende Inge Pannrucker (Tirschenreuth), Stellvertretende Vorsitzende Anni Staufer (Königshütte), Gabi Kohl (Waldsassen) und Monika Schmiedel (Pechbrunn). Schriftführerin Bianca Gradl (Griesbach), Schatzmeisterin Jeanette Beer (Mitterteich), Stellvertretende Schatzmeisterin Birgit Mayer (Mitterteich). Kassenprüferinnen Marianne Scheffler und Hubert Brech (beide Tirschenreuth), Beisitzer Karl Haberkorn (Mitterteich), Albert Müller und Anton Singer (beide Tirschenreuth), sowie neu Reinhard Dörschmidt (Mitterteich) und Elisabeth Jobst (Tirschenreuth.
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