Auftrag, die Welt zu verändern

Lokales
Tirschenreuth
01.12.2014
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"Gott hat uns ja nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben". Christen müssten sich deshalb auch für die Bewahrung des rechten Glaubens einsetzen, betonte Pater Neuhauser beim Stefanuskreis.

Als Geistlicher Beirat der Stefanusgemeinschaft erläuterte Pater Martin Neuhauser vom Missionshaus St. Peter die Texte von Apostel Paulus. Im Brief an Timotheus hätte sich Paulus gegen die Verbreitung falscher Lehren gewandt. "Paulus ging es um die treue Weitergabe der Glaubenslehre gegen die Irrlehrer, Schwätzer und falschen Propheten zu seiner Zeit", so der Geistliche. Der Redner ging auf den weiteren Inhalt des Briefes an Timotheus ein. Darin werde beklagt, dass die Menschen sich mehr dem Vergnügen als Gott zuwenden. Paulus forderte die Jünger Jesu auf, im Glauben nach der wahren Lehre zu streben durch Langmut, Liebe und Ausdauer.

"Wenn wir auch bei uns derzeit keine äußere Glaubensverfolgung haben, so muss von einer Aushöhlung der Religion von innen her gesprochen werden", verdeutlichte Neuhauser bei Treffen der Stefanusgemeinschaft. Vor allem die zunehmende Säkularisierung und das innerweltliche Denken seien sichtbare Zeichen unserer Zeit. Die Werte des heutigen Menschen sind überwiegend: Leistung, Fortkommen, Gewinn und Lust am Leben.

Diese Entwicklung in Gesellschaft und Kirche würde Folgen für das Glaubensleben mit sich bringen: Rückzug der Christen ins Private oder Verlust an Zeugniskraft. Auch würde sich das kirchliche Leben in Europa zwischen traditionalistischem Bekennertum und äußerer Anpassung bewegen. Dies führe zu inneren Zerreißproben oder zu mangelndem Interesse an Kirche und Gemeinde. Besonders beklagte der Referent den Verlust des Glaubens bei der Jugend. Neuhauser forderte, sich mit dem Atheismus und den Angriffen der Naturwissenschaft auf den Glauben auseinanderzusetzen. "Dem hedonistischen Materialismus müssen wir mit eigenen Kräften begegnen durch eine neue Werteskala. Ansonsten werden wir weitere Sklaven des Fortschritts."

Abschießend rief der Redner dazu auf, ein mündiges Bekenntnis zur Kirche zu zeigen. "Schließlich müssen wir überzeugt sein, dass wir als Christen den Auftrag haben, die Welt zu verändern und dies auch mit Hilfe des Heiligen Geistes tun können."
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