Ausschuss für Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt und Energie besichtigt Müllkraftwerk in ...
Ein interessanter Blick ins Müllfeuer

Interessante Einblicke brachte für den Ausschuss für Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt und Energie der Besuch im Müllkraftwerk in Schwandorf. Im Bild die "Tirschenreuther Besuchergruppe" vor dem Anlieferungssilo des ZMS mit Landrat Wolfgang Lippert (Siebter von rechts). Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
26.10.2015
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Einen Blick ins Müllfeuer warf Landrat Wolfgang Lippert zusammen mit den Mitgliedern des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt und Energie sowie Mitarbeitern und Auszubildenden der zuständigen Verwaltung des Landratsamtes Tirschenreuth bei einer Besichtigung des Müllkraftwerkes in Schwandorf. Die Anlage verarbeitet jährlich rund 450 000 Tonnen Haus-, Sperr-, und Gewerbemüll, davon liefert der Landkreis Tirschenreuth rund 16 800 Tonnen an. Das Entsorgungsgebiet erstreckt sich insgesamt auf eine Fläche von etwa 15 000 Quadratkilometern, angefangen vom Landkreis Hof bis hin zum Landkreis Landshut.

Das Konzept des Zweckverbandes für Müllverwertung Schwandorf (ZMS) ist zukunftsorientiert. Durch die Verbrennung des Mülls wird Dampf erzeugt, dieser wird zum Teil direkt im benachbarten Industrieunternehmen zu deren Produktion benötigt. Der andere Teil des Dampfes treibt drei Turbinen an. Diese erzeugen elektrische Energie, die in das öffentliche Netz eingespeist wird. Außerdem bringt das Müllkraftwerk Fernwärme ins Netz der Stadt Schwandorf ein und versorgt damit viele öffentliche und private Gebäude. Zunächst ging es für die "Tirschenreuther Gäste" in das futuristisch-moderne Verwaltungsgebäude, in dem Thomas Knoll, der Verbandsdirektor des Zweckverbandes, mit einer Power-Point Präsentation die geschichtlichen Hintergründe, die Aufgaben und Ziele des Zweckverbandes sowie den theoretische Ablauf der thermischen Behandlung des Mülls erklärte. Danach folgte ein praktischen Teil. Thomas Knoll zeigte den Besuchern die gesamte Anlage, angefangen von der Müllgrube über die Verbrennungsöfen bis hin zu der Zentralüberwachung. Der Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes, war der Ausblick von der 45 Meter hohen Aussichtsplattform über das rund 17 Hektar große Werksgelände sowie ganz Schwandorf.

Niedrige Gebühren

Der Landkreis Tirschenreuth ist seit 1996 einer von 17 Verbandsmitgliedern des Zweckverbands. Die langjährigen Arbeitsbeziehungen zwischen dem Landkreis und dem Zweckverband beschrieb Landrat Wolfgang Lippert als sehr harmonisch und unkompliziert, er lobte die gute Betreuung der Verbandsmitglieder sowie die niedrigen Müllgebühren für den einzelnen Bürger, die aufgrund der Mitgliedschaft beim ZMS erzielt werden können. Lippert betonte, dass es der Landkreis Tirschenreuth noch nie bereut hat, dem Zweckverband beigetreten zu sein.
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