Baxi ist ein Erfolgsmodell

Stellten den neuen Baxi-Taschenfahrplan und das aktuelle Baxi-Fahrplanheft vor, Alfred Meller, Wolfgang Lippert, Anja Meixner und Peter Zimmert (von links). Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
06.02.2015
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Mehr als 700 Haltestellen und 18 Linien. Damit bringt Baxi die Landkreisbürger seit einem Jahr von A nach B und zurück. Im östlichen Landkreis kommt diese Form der Personenbeförderung besser an als im westlichen. Jetzt gibt es den neuen Taschenfahrplan.

Dass Baxi ein Erfolgsmodell ist, belegt die Nachfrage nach diesem neuen Muster eines funktionierenden öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Laut Sachbearbeiter Peter Zimmert übersteigen die Fahrten mit dem Baxi (Link zu BAXI), nach dessen Einführung im März 2013, die eigenen Prognosen deutlich, um über 50 Prozent. So haben im Jahr eins 13.377 Personen diese neue Form der Beförderung gewählt.

Im Westen schwächer

Im westlichen Landkreis hinkt die Nachfrage hinterher. "Daran müssen wir arbeiten", sagte Peter Zimmert, der zusammen mit Landrat Wolfgang Lippert, dem Niederlassungsleiter der Regionalbus Ostbayern (RBO), Alfred Meller und Anja Meixner von der Werbeagentur C3 die Bilanz, den Taschenfahrplan 2015 und das neue Baxi-Fahrplanheft vorstellte. Erklärtes Ziel sei es, auch weiterhin möglichst alle Gemeindeteile aller Landkreisgemeinden an den ÖPNV anzubinden. Das sollte bis 2016 geschehen sein. Eine geplante Baxi-Verbindung zwischen Waldsassen und Eger (Cheb) konnte bisher nicht verwirklicht werden. Das Genehmigungsverfahren sei auf tschechischer Seite noch nicht abgeschlossen. Zimmert stellte in Aussicht, dass die neue Linie bis zu den Sommerferien stehen könnte. Das neue Fahrplanheft wurde am vergangenen Wochenende per Post an alle Haushaltungen im Landkreis verteilt. Zusätzlich liegen Baxi-Fahrpläne ab kommender Woche in allen Rathäusern auf. Gedruckt wurden 35 000 Exemplare. Das Baxi-System soll ständig verbessert werden. Deshalb bitten die Verantwortlichen die Bevölkerung und Gemeindeverwaltungen um Anregungen.

Seit in den ersten Wochen nach Einführung die Abläufe optimiert waren, laufe das System stabil auf Hochtouren. Nachbesserungen seien nur noch im Detail nötig gewesen. Dabei wurden Fahrpläne modifiziert, Abläufe in der Fahrtwunschzentrale angepasst und zusätzliche Haltestellen eingerichtet. Baxi ist ein bedarfsorientiertes Nahverkehrsangebot. Es sei es notwendig, ständig die Nachfrage zu überprüfen, um auf Kundenwünsche schnell reagieren zu können. Ging es im ersten Baxi-Jahr darum, technische Abläufe zu verbessern und die Marke bekannt zu machen, läge jetzt der Fokus darauf, die Kosten für den bestehenden herkömmlichen Linienverkehr zu senken. Der Landkreis werde versuchen, Linienzuschüsse zurückzufahren und die frei werdenden Mittel in ein erweitertes Angebot zu investieren.

2016 sollen die Weichen für eine Weiterführung ab 2017 gestellt werden, nachdem die zugesagte Landesförderung Ende 2016 ausläuft. "Dabei hoffen wir auf eine Anschlussförderung durch das Land Bayern", sagte Zimmert. Der Erfolg mache das vielleicht möglich. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad stiegen die Fahrgastzahlen stetig.

Raum für Verbesserungen

Als große Herausforderung sah der Sprecher die Optimierung von Buchungsabläufen. Das Zusammenspiel zwischen der Fahrtwunschzentrale, den Verkehrsunternehmen, der Abrechnungsstelle, der Regionalbus Ostbayern und dem Landkreis lasse da schon noch Raum für Verbesserungen. "Nichts Ungewöhnliches für ein komplett neues System."
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