Beeindruckt von Flüchtlingshilfe

Lokales
Tirschenreuth
17.08.2015
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Elektromobilität und Erneuerbare Energien sind für die Grünen auch in der Kreisstadt ein Thema. Mit einem Blockheizkraftwerk für die Kläranlage könne ein kleiner Beitrag geleistet werden, lautete die Bilanz von Konrad Schedl nach einem Jahr im Stadtrat.

Dabei hat Schedl seine politischen Wurzeln in der ÖDP. Der frühere Grünen-Landesvorsitzende Sepp Daxenberger hatte ihn mit seiner Bodenständigkeit und seinen Sinn für Realitäten fasziniert. Leider sei Daxenberger vor fünf Jahren verstorben und hätte eine Lücke hinterlassen, die bis heute nicht gefüllt werden konnte. An der Spitze des Ortsverbandes der Grünen hielt Schedl nun nach einem Jahr im Stadtrat eine erste Rückschau. Schedl ging dabei auch auf das Thema "Kriegsflüchtlinge" ein. Was aktuell hier Tirschenreuth für diese Kriegsflüchtlinge leiste, kann nur mit großem Respekt anerkannt werden.

Das Problem kann langfristig nur durch die Beseitigung der Ursachen gelöst werden, also mit wirtschaftlicher Entwicklung und politischer Stabilität. Wirtschaftliche Entwicklung bedingt aber politische Stabilität. Beides sei in vielen Regionen der Welt leider nicht in Sicht.

Praxistest für Elektroautos

Als eine der Grundvoraussetzungen für eine wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung bewertete Schedl die erneuerbaren Energien. So setze insbesondere auch China schon heute auf die erneuerbaren Energien, vor allem auf Windkraft und Photovoltaik. Mit einem kleinen, aber sinnvollen Beitrag wartet auch Tirschenreuth auf. Ein Thema seien die Erneuerbaren Energien auch in der Kreisstadt. So soll ein BHKW für die Kläranlage angeschafft werden. Außerdem verfügen die Stadtwerke über ein Elektroauto bekommen, was begrüßt werde. Leider gebe es nach wie vor keinen Durchbruch für eine Förderung von Elektroautos für Betriebsfahrzeuge. Gerade bei der ambulanten Pflege könnten die Elektroautos in der Praxis getestet werden. Erst wenn die Elektroautos einen breiten Praxistest erfolgreich absolvieren, sei die Voraussetzung für einen breiteren Markt geschaffen.

Die baldige Teerung des Weges zum Asylantenheim macht laut Schedl deutlich, dass die Stadt Tirschenreuth parteiübergreifend in diesem Bereich Verantwortung übernimmt. Bei der Betriebsbesichtigung der Firma Magnitz sei unterstrichen worden, dass die Gefahr der Vermüllung eine Betreuung der Anlieferung von Gartenabfällen zwingend erforderlich mache - auch wenn die große Mehrheit die Sammelstelle ordentlich hinterlässt. Noch offen ist, ob sich die Stadt dennoch zu einer Kostenbeteiligung durchringen kann.

Die Arbeit in der Fraktion, gemeinsam mit der SPD, bewertete Schedl als intensiv und konstruktiv. Andere Themenschwerpunkte außerhalb des Stadtrates würden einen großen Arbeitsbereich einnehmen.

Information zu TTIP

TIPP könnte tief in die kommunale Arbeit und Entscheidungsmöglichkeiten eingreifen, befürchtet Schedl. Von einer Interessengemeinschaft werde dazu am 11. September in Mitterteich eine Informationsveranstaltung mit dem Thema "TTIP - eine Bedrohung der Demokratie?" abgehalten, die von den Grünen unterstützt wird.
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