Benefizkonzert für Förderverein der Kreismusikschule
Marimba trifft Viola

Klaus Rosner und das Ehepaar Kinga und Jakob Johannes Schröder (von links) begeisterten beim Konzert in Tirschenreuth. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
13.01.2015
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Ein Abwechslungsreiches und auch kontrastreiches Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins "Mut" boten am Freitag Klaus Rosner (Percussion) und Jakob Johannes Schröder (Viola), beides ehemalige Schüler der Musikschule des Landkreises. Ihren Auftritt hatte Kinga Schröder (Violoncello), Ehefrau von Jakob Johannes. Alle drei Instrumentalisten sind Lehrkräfte an der Kreismusikschule.

Mit dem Preludium in e-moll des brasilianischen Komponisten Ney Rosario eröffnete Klaus Rosner auf der Marimba, einem aus Afrika stammenden Instrument, das durch die Sklaven in Lateinamerika große Verbreitung erfuhr. Mit fast sphärischen Klängen wusste Rosner die zahlreich erschienenen Zuhörer zu fesseln.

Es folgte das Duett mit zwei obligaten Augengläsern für Viola und Violoncello von Ludwig van Beethoven. Der scherzhaft gemeinte Titel bezieht sich wahrscheinlich auf zwei brillentragende Ausführende.Es gelang dem Ehepaar Schröder, dieses recht selten aufgeführtes Werk dem Publikum näher zu bringen.

Nach einem weiteren Stück für Marimba, diesmal Nancy des französischen Komponisten Emmanuel Séjourné folgte das längste Werk des Abends, die Sonate für Klavier und Arpeggione a-moll von Franz Schubert. Arpeggione nannte Schubert das merkwürdige Instrument namens Gitarre-Violoncell. Dieses sechsseitige Instrument ist mit Bünden versehen und wie eine Gitarre gestimmt. In dem Konzert erklang es auf der Viola, vorzüglich dargeboten von Jakob Johannes Schröder, einfühlsam am Klavier begleitet von seinem Vater Jakob.

Nach einer Pause mit Erfrischungen durch Mitglieder des Fördervereins ging es weiter mit zwei Werken für Marimba des serbischen Komponisten Nebojsa Jovan Živcovic, mit großem Können von Klaus Rosner vorgetragen. Die ganze Klangpalette der kleinen Trommel bekamen die Besucher bei der Komposition des in Sulzbach-Rosenberg unterrichtenden Eckhard Kopetzki in der Ausführung von Klaus Rosner zu hören. Die aus der Nähe von Budapest stammende Kinga Schröder, brachte mit großem Temperament eine Ungarische Rhapsodie für Violoncello und Klavier von David Popper zu Gehör.

Zum Abschluss eines außergewöhnlichen Konzertes erklang noch das Vibrafon, ein in den1920er Jahre in Nordamerika entwickeltes Instrument. Klaus Rosner bewies erneut seine Vielseitigkeit in der Beherrschung der Percussionsinstrumente mit dem Festspiel von Eckhard Kopetzki.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Theodora Kupke, bedankte sich mit einem kleinen Präsent bei den Ausführenden des Abends mit der Hoffnung weitere Konzerte "Ehemaliger" erleben zu dürfen.
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