Bereit für Zeit nach der Schule

Nach vielen Jahren des Lernens halten sie es endlich in der Hand: das Abschluss-Zeugnis. Die Entlass-Schüler des SFZ starten alle in einen neuen Lebensabschnitt, einige haben bereits eine Lehrstelle gefunden, andere orientieren sich noch. Schulleiterin Uschi Huber (vorne, Dritte von links) versicherte allen, dass sie sich bei Problemen immer an ihre alte Schule wenden können. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
28.07.2015
33
0

Glückliche Schüler mit ihren Zeugnissen in Händen strahlten in die Runde der Ehrengäste und Eltern. Schulleiterin Uschi Huber sprach voller Stolz über ihre Schützlinge, die nun in einen neuen Lebensabschnitt eintreten.

Bei der Entlassfeier im Sonderpädagogischen Förderzentrum endete für die ältesten Schüler eine lange Zeit voller Erinnerungen. Gleichzeitig mussten Lehrer und Schüler Abschied voneinander nehmen. "So voll habe ich den Saal noch nie erlebt", freute sich die Schulleiterin angesichts der zahlreichen Besucher in der Aula des Förderzentrums. Sie alle waren gekommen, um die Jugendlichen bei ihren finalen Schritten ihrer schulischen Laufbahn zuzusehen - darunter auch zahlreiche Ehrengäste und Kooperationspartner der Schule. Denen sowie ihrem gesamten Team sprach Huber ein herzliches Dankschön aus. Ohne die Unterstützung von außen, den persönlichen Einsatz des Lehrerkollegiums und der Nachmittagsbetreuung wären die positiven Entwicklungen der Schüler kaum möglich gewesen.

Begleitet von verschiedenen musikalischen Einlagen trugen auch die Hauptpersonen des Tages ihren Teil zur Veranstaltung bei. In einem kurzem Theaterstück brachten sie ihre Version einer Lehrerkonferenz auf die Bühne, die durch komische Streitigkeiten und Missverständnisse geprägt war. Namen wurden natürlich keine genannt. Auch ein kurzes Märchen war im Programm dabei.

AG "Leben und Beruf"

Anschließend richtete die Rektorin das Wort noch ein letztes Mal direkt an ihre Schützlinge. "Heute steht ihr im Rampenlicht, ihr dürft euren Erfolg mitnehmen", begrüßte sie die Schüler. Sie zeichnete den Verlauf des vergangenen Schuljahres anhand von Stundenplänen und der Arbeitsgemeinschaften nach, die großartige Arbeit geleistet hätten. Für die neue AG "Leben und Beruf" ermahnte die Rektorin die Jugendlichen: "Beißt euch durch, bleibt dran, auch wenn es manchmal nicht einfach wird."

Talente erkennen

Auch die Ehrengäste ermunterten die Entlass-Schüler zur Gestaltung ihrer Zukunft. Der stellvertretende Landrat Roland Grillmeier, der selbst drei Jahre seiner Schulzeit im damaligen Internat St. Peter verbracht hat, wo heute das Förderzentrum untergebracht ist, erinnerte an die Gemeinschaft. "Schule ist ein Stück Familie, sie prägt euch." Er war stolz auf die Schule und erhoffte sich von den Jugendlichen vor allem ein reges Engagement in der Region.

Pfarrer Ralph Knoblauch fragte mit den Gedanken Dietrich Bonhoeffers nach der Identität des Menschen. Er erinnerte die Schüler daran, dass sie alle Gottes Kinder seien und er sie auf ihrem Weg immer begleiten werde. Präses Martin Neuhauser erinnerte an die Gaben der Kinder, die jedem geschenkt seien: "Ihr könnt Großes und Schönes daraus machen." Zweiter Bürgermeister Peter Gold hoffte, dass sich die Schüler nicht aus den Augen verlieren und ihr Potenzial erkennen: "Jeder hat verschiedene Talente in sich." Außerdem übergab er den Besten des Jahrganges eine kleine Anerkennung der Stadt.

Dicke Freundschaften

Dann durften die Schüler selbst ans Rednerpult treten. Auch sie schauten auf Jahre zurück, in denen sich dicke Freundschaften gebildet haben und dankten ihren Klassenleitern für ihre intensive Arbeit mit jedem Einzelnen. Selbstbewusst erklärten sie: "Schaut uns an, wir sind bereit für die Zeit nach der Schule." Und den Schlüssel für diese Zukunft erhielten die wenig später in Form ihres Abschluss-Zeugnisses. Besondere Leistungen erbrachten dabei Renate Meichner, Sarah Rosenkranz und Patrick Celmer. Sie waren die Besten ihres Jahrgangs.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.