Bildung fängt beim Baby an

Referentin Sibylla Kraidl (vorne links), 2. Bürgermeister Michael Schedl und Gemeindereferentin Beate Ott aus Bärnau sowie Geschäftsführender Bildungsreferent Hans Stelzl und 2. Vorsitzende Gisela Wenning von der KEB Tirschenreuth (hinten, von rechts) gratulierten zum Zertifikat mit einer Rose. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
15.06.2015
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Immer mehr Eltern sind auf außerfamiliäre Unterstützung angewiesen. Seit Jahren wird das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren erweitert. Dem Auf- und Ausbau der Krippen folgt nun eine Sicherstellung der "inneren Qualität". Und da spielt die Katholische Erwachsenenbildung eine besondere Rolle.

Einen berufsorientierten Fortbildungskurs hatte die KEB Tirschenreuth in Zusammenarbeit mit den Kollegen in Neustadt-Weiden und Wunsiedel angeboten. Und der endete nun in Bärnau mit der Übergabe der Zertifikate. Das Kurskonzept hatte die Pädagogische Entwicklung aus Eichstätt entworfen. Rita Steibel und Sibylla Kraidl haben jahrelange Erfahrung in der berufsorientierten Qualifizierung und arbeiten als Lehrkräfte an einer bayerischen Fachakademie für Sozialpädagogik.

In 12 Modulen konnten sich innerhalb von 9 Monaten 27 pädagogische Kräfte aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN, Schwandorf, Tirschenreuth, Wunsiedel und der Stadt Weiden berufsbegleitend für die Bildungsarbeit der unter Dreijährigen qualifizieren und unter fachlicher Anleitung von 11 weiteren Dozenten spezifizieren.

Jedes Modul wurde evaluiert und wissenschaftlich begleitet. Dem Referententeam gelang es hervorragend, die neuesten Forschungsergebnisse der frühkindlichen Bildung und Erziehung mit zahlreichen methodisch-didaktischen Prinzipien zu verknüpfen und erwachsenenspezifisch aufzubereiten, wofür Geschäftsführender Bildungsreferent Hans Stelzl von der KEB Tirschenreuth ausdrücklich dankte.

Im Fokus standen entwicklungspsychologische und neurobiologische Erkenntnisse sowie das Grundlagenwissen über Kinder unter drei Jahren. Ein besonderes Qualitätsmerkmal stellte dabei die ganzheitliche, sinnorientierte entwicklungsbegleitende Förderung der Kleinkinder sowie die Beziehung mit den Familien dar. Da das Selbstbild eines Kindes und sein Bild von der Welt durch die Art und Intensität zwischenmenschlicher Beziehungen entscheidend geprägt wird, kam auch der frühkindlichen Beobachtung ein hoher Stellenwert zu.

Als ein wichtiges Ziel der beruflichen Fortbildung soll zwischen den pädagogischen Fach- und Ergänzungskräften aus den unterschiedlichen Einrichtungen und den fachlichen Partnern ein enges, regionales Netzwerk entstehen.

Ein gemeinsames Ziel der Veranstalter war es ebenso, das Qualitätsniveau in den Kinderkrippen weiter anzuheben. Wissenschaftliche Studien belegen, dass hohe Krippenstandards einen positiven Einfluss auf die ganzheitliche Entwicklung von Kindern unter drei Jahren haben. Die Qualifizierung überzeugte die Teilnehmerinnen, die sich über die gelungene Verzahnung von Theorie und Praxis freuten.

Davon beeindruckt gratulierte auch 2. Bürgermeister Michael Schedl aus Bärnau und betonte die Bedeutung der Bildung gerade in diesem Bereich und die entsprechende Qualifikation des pädagogischen Personals. Ein besonderer Dank galt der KEB-Vorsitzenden Anneliese Krenkel und Bildungsreferenten Hans Stelzl. Die pädagogische Entwicklung aus Eichstätt wird erneut 2016/2017 in der Region mit einer neuen Fortbildungsreihe diesmal zur Montessori-Pädagogik tätig sein. Interessenten wenden sich an die Volkshochschule Amberg.
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