Blick in Originalzeitungen

Für ihre Arbeit "Der Altlandkreis Tirschenreuth im 1. Weltkrieg" wurden sieben Schüler der Mittelschule von Landtagspräsidentin Barbara Stamm ausgezeichnet. Neben dem 3. Landespreis gab es noch 300 Euro für die Ethikgruppe. Im Bild die geehrten Schüler mit Förderlehrerin Marianne Stangl und Rektor Wilhelm Trisl. Bild: Privat
Lokales
Tirschenreuth
23.07.2015
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Feldpostbriefe und Sterbebilder studierten sieben Mittelschüler in den vergangenen Wochen. Für ihre Arbeit über den 1. Weltkrieg gab es nun eine Auszeichnung des Landtags.

Lidia Misgana, Yasemin-Sevim Piontek, Nico Wagner, Sue-Ellen Junghänel, Daniil Sollmann, Lydia Hampicke und Darlin Wegner aus den Klassen M 7 und 8a der Mittelschule Tirschenreuth beteiligten sich im Rahmen des Ethikunterrichts unter Anleitung von Marianne Stangl an dem Schülerwettbewerb: "Bayern und der 1. Weltkrieg".

Die Schüler durchforsteten Originalzeitungen aus dem 1. Weltkrieg, die ihnen Eberhard Polland zur Verfügung gestellt hatte. Dabei zeigte sich schnell, dass sie sich zuerst in die ungewohnte Schrift einlesen mussten. Geschichtsbücher, Internet und Informationen von Alfred Mehler waren weitere Quellen für die Jugendlichen, um sich mit der Materie vertraut zu machen.

Für ihre Arbeit "Der Altlandkreis Tirschenreuth im 1. Weltkrieg" wurde die Ethikgruppe von der Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Bildungsminister Ludwig Spaenle mit dem 3. Landespreis in der Kategorie Mittelschule ausgezeichnet. In der Laudatio hob Ulrike Pyka vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung hervor, dass die Jugendlichen alltägliche Ereignisse während des Krieges wie Nahrungs- und Alltagsversorgung spannend und umfassend darstellten. Auch Todesanzeigen und Sterbebilder von Männern, die den "Heldentod" starben und Feldpostbriefe zeigte die Arbeit. Daneben wurde auch über Wirtschaft, Unterhaltung und Werbung während des 1. Weltkriegs im Altlandkreis Tirschenreuth informiert. Am Beispiel der ansässigen Tuchfabrik Mehler wurde der Erfindungsreichtum des Unternehmens aufgezeigt, um die Versorgungslage einigermaßen aufrecht zu erhalten.

Vergangene Woche fuhren Rektor Wilhelm Trisl und Förderlehrerin Marianne Stangl mit den drei Schülern der Klasse M 7 - die Klasse 8a befand sich auf Klassenfahrt - in den Landtag nach München, um dort den Preis entgegenzunehmen. In einer Feierstunde wurden insgesamt 33 Einzelpersonen und Gruppen in den verschiedensten Kategorien ausgezeichnet. Rektor Wilhelm Trisl zeigte sich über die Leistung der Ethikgruppe, die mit einem Geldpreis von 300 Euro honoriert wurde, sehr erfreut und hob besonders auch das Engagement von Marianne Stangl hervor.
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