"Blitzen" für mehr Sicherheit

Lokales
Tirschenreuth
10.06.2015
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Ein "Fotoservice" der besonderen Art wird in zwei Wochen angeboten: Erstmals werden die Mitarbeiter des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit ihr "Blitz-Fahrzeug" im Ort parken.

Im vergangenen Jahr hat die Kreisstadt zusammen mit zehn weiteren Kommunen den "Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz" gegründet. "Mehr Sicherheit ist wichtigstes Anliegen", betonte Bürgermeister Franz Stahl bei der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Kulturausschuss. Erreichen will man das durch den Einsatz von Fahrzeugen zur Geschwindigkeitsmessungen an neuralgischen Punkten. Nach dem Aufbau der Verwaltung und dem Ankauf der Technik, wird jetzt auch in Tirschenreuth "geblitzt". Bei der Sitzung stellte der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Peter Ostermeier, die Befugnisse dieses Zusammenschlusses vor. Und auch er betonte die Steigerung der Verkehrssicherheit. In Tirschenreuth werde dies nun mit der Überwachung des fließenden Verkehrs angegangen. Die Polizei allein könnte hier nicht alle Wünsche erfüllen.

In zwei Wochen wird deshalb das Blitz-Mobil des Zweckverbands (Tirschenreuth ist das einzige Mitglied im Landkreis) seine ersten Einsätze in der Kreisstadt durchführen. Laut Ostermeier wird mit einem modernen Gerät, das fest im Auto installiert ist, in beide Richtungen gemessen. Der Zweckverband hat auch nachfolgend alle Rechte der Polizei, kann also Bußgeldbescheide ausstellen und Führerscheine einziehen. Einzig die "geblitzten" Fahrzeuge anhalten darf die Crew des Zweckverbandes nicht. An die Temposünder werden ausschließlich Fotos verschickt. Natürlich auch an ausländische Verkehrsteilnehmer, so Ostermeier. Bei der Auswahl der "Einsatzorte" werde gezielt auf die Wünsche der Stadt eingegangen. "Wir legen die Gebiete fest, wo überwacht wird", betonte Franz Stahl. Keinesfalls gehe es dabei um "modernes Wegelagerertum". Immer wieder hätten Anrufer bei der Stadt gefordert, endlich etwas zu unternehmen. Jetzt würden erste Erfahrungen gesammelt. Laut Bürgermeister hat Tirschenreuth beim Zweckverband zunächst zwei Einsätze im Monat zu je zwei Stunden "gebucht".

Ostermeier berichtete, dass der Verband sich auf der Kostenseite selbst tragen müsste. Die Anschubfinanzierung, gerade für die technische Ausstattung, sollte bis in sieben Jahren zurückgezahlt sein.
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