BRK und Rettungszweckverband unterschreiben Verträge - Neue Rettungswachen in Weiden und ...
Im Notfall nicht länger als zwölf Minuten warten

Franz Stahl (vorne rechts) unterschrieb den Vertrag als Tirschenreuther BRK-Kreisvorsitzender, Andreas Meier (Mitte) als Vorsitzender des Rettungszweckverbands und Bernhard Steghöfer (links) als Justiziar des BRK-Kreisverbandes Weiden und Neustadt. Interessierte Zuschauer waren (hinten von links) BRK-Geschäftsführer Franz Rath, Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Landrat Wolfgang Lippert, Zweckverbands-Geschäftsleiter Alfred Rast und BRK-Geschäftsführer Holger Schedl. Bild: as
Lokales
Tirschenreuth
28.01.2015
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Zwei Lücken in der Notfallversorgung der nördlichen Oberpfalz sind bald geschlossen. Sowohl in Mitterteich als auch in Weiden-Süd entstehen neue Rettungswachen, die am 1. Januar 2016 in Betrieb gehen sollen.

Verlegung von Waldsassen

Zwischen Haushalts-Verabschiedung und nichtöffentlichem Teil wurde es in der Sitzung am Mittwoch kurz feierlich: Vertreter des Rettungs-Zweckverbands Nordoberpfalz und des Roten Kreuzes unterschrieben die Verträge für die beiden neuen Wachen. Als bewährte Dienstleister zum Zug kommen jeweils die BRK-Kreisverbände.

Hintergrund der Neubauten ist, dass die Rettungskräfte nicht immer innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen zwölf Minuten am Einsatzort sein können. Um speziell den Raum Wiesau und Fuchsmühl besser anzubinden, beschloss der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung die Verlegung der Waldsassener Wache nach Mitterteich. Dort soll in diesem Jahr ein Neubau entstehen, verkehrsgünstig gelegen beim neuen Kreisverkehr mit Anbindung an zwei Bundesstraßen und die Autobahn.

560 000 Euro

Der Tirschenreuther BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl erläuterte das Projekt, das inklusive Grundstück 560 000 Euro kostet. Obwohl der Vertrag nur zehn Jahre laufe, habe man sich nach langen Überlegungen schließlich für einen Massivbau entschieden. "Wir gehören zur Region und wollen was Vernünftiges schaffen", war Schedl von einer Nutzungsdauer über das Jahr 2026 hinaus überzeugt. Der einstöckige Bau mit Garage bietet Platz für einen rund um die Uhr stationierten Rettungswagen samt Besatzung. Der reine Funktionsbau werde mittels Wärmepumpe beheizt. "Ein Gasanschluss wäre zu teuer gekommen", bedauerte der Geschäftsführer.

Sobald wie möglich sollen die Ausschreibungen beginnen. Holger Schedl betonte, dass sich mit dem Umzug von Waldsassen nur eine örtliche, keine inhaltliche Änderung des Rettungsdienstes ergebe. "Der Notarztstandort Waldsassen bleibt weiter besetzt, eine gemeinsame Wachleitung ist geplant."

In Weiden verwirklicht das Rote Kreuz den neuen Standort in Containerbauweise auf dem Gelände der Firma Gollwitzer an der Regensburger Straße. Der Vertrag läuft auch hier zehn Jahre. "Wir konnten uns nicht zu einem festen Bau entschließen, aber Container sind heutzutage praktisch gleichwertig", sagte Franz Rath in der Sitzung. Der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Weiden und Neustadt bezifferte die Bau- und Ausstattungskosten mit 395 000 Euro, dazu kämen 12 000 Euro Pacht im Jahr. Das Grundstück habe zwei Ausfahrten und liege nur ein paar hundert Meter von der Autobahnausfahrt Weiden-Süd entfernt, schilderte Rath.

"Damit wird die neue Rettungswache vor allem den südlichen Landkreis Neustadt abdecken." Mit dem zweiten ständig in Weiden stationierten Rettungswagen gehörten Anfahrtszeiten von über zwölf Minuten der Vergangenheit an, hoffte der Geschäftsführer.
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