Bürger-Energiegenossenschaft startet mit Photovoltaik auf Kreisbauhof
"Geld in der Region lassen"

Auf 48 Energiegenossen zählt Markus Sporrer kurz nach der Gründung. Bild: as
Lokales
Tirschenreuth
20.07.2015
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"Wir sind seriöse Partner. Wir sind Teil des Landkreises", bekräftigte Markus Sporrer. Der Vorsitzende der neuen Bürgergenossenschaft "TIR Energie" stellte das Geschäftsmodell bei der Versammlung der Bürgermeister vor. Landrat Wolfgang Lippert sah durchaus Chancen für die Kommunen, mit diesem Zusammenschluss energetische Projekte zu verwirklichen.

Man stehe kurz vor der Aufnahme in den Genossenschaftsverband, sagte Sporrer. "Grundsätzlich sollten die Bürger die Möglichkeit haben, sich an der Energiewende vor Ort zu beteiligen." Die Gemeinschaft wolle keine typischen Anlagemodelle und sich von anderen Energiegenossenschaften abheben, die einen deutlichen Schwerpunkt auf Photovoltaik hätten. Gleichwohl hat das erste konkrete Projekt mit Sonnenenergie zu tun: Auf dem Dach des Kreisbauhofs soll eine Photovoltaik-Anlage mit Eigenstromnutzung entstehen.

Das Startkapital, knapp 40 000 Euro, hätten die bislang 48 Mitglieder schon aufgebracht, die zwischen zwei und maximal 200 Anteile zu je 250 Euro zeichnen könnten. Die Rendite liege bei 3,5 Prozent. "Das hat vor fünf Jahren keinen vom Stuhl gehauen, aber inzwischen ist das sehr interessant." Weitere Mitglieder stünden auf der Warteliste. Wer sich engagieren will, muss seinen Wohn- oder Firmensitz übrigens in der nördlichen Oberpfalz haben: "Wir wollen das Geld in der Region lassen", unterstrich der Vorstand.

Die Genossenschaft wolle einen Schwerpunkt auf die Energieeinsparung legen, beispielsweise durch Umrüstung der Beleuchtung in Haushalten und der Industrie. "Wir wollen auch beim Wegfall des Erneuerbare-Energien-Gesetzes weiterarbeiten." Auch in der Nutzung von biologischen Reststoffen liege ein großes Potenzial.
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