"Coaches" haben Zukunft

Die "Zukunftscoaches" Wolfgang Prebeck (links) und Andreas Büttner (rechts). Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
28.02.2015
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"Erst mal mussten wir auch schmunzeln über den Namen. Aber irgendwann haben wir uns daran gewöhnt", berichtete Andreas Büttner. Er ist einer von zwei "Zukunftscoaches" - und soll es auch bleiben, beschloss der Kreisausschuss.

Gemeinsam mit Wolfgang Prebeck hat Büttner das zunächst für drei Jahre geförderte Projekt 2012 begonnen. Die beiden Lehrkräfte wurden dafür halbtags vom Dienst am Berufsschulzentrum Wiesau freigestellt. "Sie haben hervorragende Arbeit geleistet", zog Landrat Wolfgang Lippert Bilanz. Viele neue Ansätze, für die Jugendlichen im Landkreis dauerhafte berufliche Nischen zu finden, seien gelungen. "Sie haben tolle Initiativen entwickelt", befand CSU-Fraktionssprecher Toni Dutz. "Überzeugend, was da passiert", urteilten auch SPD-Kollege Rainer Fischer und Freie-Wähler-Sprecher Hans Klupp. Einmütig sprach sich der Kreisausschuss für eine Fortführung des Projektes in den nächsten zwei Jahren aus.

Zuvor berichteten Büttner und Prebeck von ihrer bisherigen Arbeit. Dazu zählten die "Wochen der dualen Ausbildung", die Berufe-Touren vornehmlich zu kleineren Betrieben, Spezialangebote für Gymnasiasten. Allein diese Angebote nahmen rund 1400 Jugendliche aller Schularten an. "Das ist eine ganz vernünftige Zahl", war Andreas Büttner zufrieden. In den Kinderschuhen stecke noch das freiwillige soziale Jahr, bei dem Schüler 80 ehrenamtliche Stunden leisten.

Technikerschule

Noch nicht von der Regierung genehmigt sei eine Technikerschule "Metallbau". Ebenso liege das Konzept für eine Klasse "Oberpfalz-Dual" am Standort Wiesau in Kooperation mit den Fachhochschulen Amber-Weiden und Regensburg vor. Wolfgang Prebeck wies auf den Schwerpunkt "Bildung in der Mitte Europas" hin. Unter anderem liefen intensive Gespräche mit der Hochschule Pilsen über eine Kooperation mit dem Berufsschulzentrum Wiesau. An einer internationalen Lehrerfortbildung im Bereich Metalltechnik gebe es großes Interesse, freute sich der Oberstudienrat. Neben der Fortführung bewährter Projekte nannten die "Zukunftscoaches" als großes Ziel die Einrichtung einer IT-Technikerschule in Wiesau. Weitere Themenfelder seien die Inklusion und die Bildung für Migranten. Auch am Aufbau grenzüberschreitender Projekte mit Tschechien ist man interessiert.

Die Arbeit der beiden Lehrkräfte lässt sich der Landkreis im Jahr rund 25 000 Euro kosten. Bisher lag der Fördersatz bei 70 Prozent, ab August 2015 sinkt er auf 50 Prozent. Um den Anteil des Landkreises etwa gleich zu halten, gibt es eine neue Lösung: Halbtags "Zukunftscoach" ist nur noch Studienrat Büttner, sein Kollege Prebeck wird projektbezogen auf Honorarbasis mitarbeiten.
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