Der Heilige Geist ist Leben

Lokales
Tirschenreuth
19.05.2015
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"Gott will, dass alle gerettet werden. Er wird aber seinen Geist niemanden aufzwingen". Der Heilige Geist trage den Glauben in die Herzen der Menschen, schilderte Bischof Joachim Reinelt bei der Monatswallfahrt.

(wür) Als Hauptzelebranten zur 337. Wallfahrt für die Kirche durfte Stadtpfarrer Georg Flierl zum dritten Mal Bischof Joachim Reinelt aus Dresden recht herzlich begrüßen. Da die Wallfahrt auf einen der drei Bitttage fiel, hob Stadtpfarrer Flierl besonders das Gebetsanliegen um geistliche Berufungen hervor: Dass der Ruf Jesu Christi junge Menschen erreiche und dass sie dann auch den Mut haben diesem Ruf zu folgen. "Wir alle wissen, welche Bedeutung die Priester und Ordensberufe für das Leben der Kirche und für die Verkündigung des Evangeliums haben", betonte Flierl.

Nachdem das große Werk der Erlösung Menschwerdung, Hingabe des Lebens und Auferstehung geschehen ist, fragte sich Bischof Reinelt was die Apostel wohl dachten als sie sahen, was geschehen war. Sei den Aposteln der Gedanke gekommen, jetzt ist alles vorbei? "Wenn die Apostel auch so dachten, haben sie sich ganz schnell erleuchten lassen von dem ganz anderem 'Jetzt'. Ihnen wurde der Heilige Geist geschenkt. Wir selbst können ahnen in unserem eigenen Leben, was dies bedeutet. Am stärksten habe dies Maria erfahren, was Gottes Geist bewirkt", so der Prediger. Die 2000-jährige Geschichte, das war für den Bischof offenkundig, ist erfüllt von der Wirkung des alles verändernden Geistes Gottes. "Es waren einmal 12, manchmal etwas mehr, und heute sind es, wenn man alle Christen zusammennimmt, weit über zwei Milliarden Menschen, die an den dreieinigen Gott glauben." Und dies gehe nur, wenn man vom Heiligen Geist dazu befähigt wird.

"Ermordung der Seele"

Bischof Reinelt erzählte eine eigene Lebenserfahrung aus dem Osten Deutschlands, aus der Zeit als die Kommunisten den Glauben unterdrückten. Als Schüler habe er erlebt, wie eine Lehrerin sagte: "Jetzt stehen wir alle einmal auf und Lachen die Elvira aus, denn sie glaube noch an Gott". Man könne sich vorstellen, was in einer Schülerin der 2. Klasse vorgeht, wenn die ganze Klasse über sie lacht. Das sei wie eine "Ermordung der Seele". Man meinte damals, über alles erhaben zu sein. Diese kommunistische Zeit glaubte doch "so fortschrittlich" zu sein. Heute könne man seinen Glauben in der Öffentlichkeit wieder zeigen und niemand lacht, so der Prediger.

"Der Heilige Geist schläft bei keinem. Er ist immer Feuer, Leben". So hat Bischof Reinelt erlebt, wie 6000 Schüler zu einem Friedensmarsch zum sächsischen Landtag aufbrachen, der dann außerplanmäßig in der Kathedrale in Dresden endete. Die Mehrheit der Schüler waren weder getauft oder hatten von Gott gehört, noch haben sie zu Gott gebetet. Ihnen zeigte der Bischof auf, dass es den erhofften Frieden nur durch Gott gebe. Und alle hätten applaudiert. "Wir haben bei uns eine nicht getaufte, junge Generation, die sich ganz schnell für Gott begeistern lässt", wusste der Bischof. Dies geschehe durch den Heiligen Geist. Der Bischof hoffte, dass der Glaube wieder verstärkt in den Menschen verankert sei. Es gäbe bereits Anzeichen.

Viele wieder getauft

So seien heute in Moskau wieder 50 Prozent der Bevölkerung getauft. "Wenn man bedenkt, dass in Russland, während der kommunistischen Herrschaft, Menschen verhaftet oder nach Sibirien verbannt wurden, welche sich zum Glauben bekannten, ist dies 50 Prozent eine beachtliche Zahl." Auf dem weiteren Weg bat der Bischof für das Wirken des Heiligen Geistes zu beten.
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