Der mim Board foard

Mit einem eigenen Schild sind die Busse von "Der mim Board" gekennzeichnet. Thomas Franz von der Agentur C3, Sachbearbeiter Peter Zimmert, Landrat Wolfgang Lippert sowie Alfred Meller und Katrin Schießlbauer von der Regionalbus Ostbayern (von links) bei der Präsentation am Mittwoch im Landratsamt. Bild: bz
Lokales
Tirschenreuth
12.11.2014
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Hier eine coole Party, dort ein süffiges Fest. Und wie immer die Frage: Wie kommt man hin und vor allem wieder sicher heim? Ein Nachtbus mit ausgefallenem Namen gibt die Antwort.

"Also bei uns war das der Knaller beim Agentur-Festl", berichtet Thomas Franz von der Marketing-Agentur C3 am Mittwoch von einem Selbstversuch der besonderen Art. Da testeten die Werbeexperten ihre Idee, einen Bus "Der mim Board" zu nennen. So kurios der Vorschlag sich auch anhört: "Er bleibt im Kopf hängen", ist sich Landrat Wolfgang Lippert sicher. Freilich werde das polarisieren. "Wichtig ist, dass man sich den Namen merkt."

Und das sollen vor allem junge Menschen. "Der mim Board" bringt sie auf zuvor festgelegten Routen sicher zur Veranstaltung und vor allem auch wieder nach Hause. So braucht niemand mehr den unbeliebten Job des Fahrers übernehmen. Zusammen mit der Kampagne "Don't drink and drive" soll das Konzept auch zur Verkehrssicherheit beitragen und Alkoholunfälle vermeiden helfen,.

"Der mim Board" ist für den Landrat ein Teil des neuen Mobilitätskonzeptes im Landkreis. "Baxi stößt auf reges Interesse, jetzt setzen wir noch eins drauf." Als kultige Sache versteht Peter Zimmert, am Landratsamt zuständig für den öffentlichen Nahverkehr, das neue Angebot. "Egal ob Kirwatanz oder Starkbierfest, ob Verein oder Wirt - alle können den Eventbus anfordern."

Der Veranstalter muss nur etwa sechs Wochen vorher Termin, gewünschte Hin- und Rückfahrzeiten und das Einzugsgebiet angeben, um alles weitere kümmert sich der Landkreis. Das reicht vom Anmieten der Busse über die Fahrplanerstellung bis hin zur Marketingschiene.

Eine Einschränkung gibt es allerdings: Der Veranstalter muss die Richtlinien akzeptieren. Die sehen unter anderem auch vor, dass er bei der Rückfahrt pro Bus mindestens eine Person als Sicherheitsdienst stellen muss, 150 Euro Eigenanteil bezahlt und die Gemeinde, in der die Veranstaltung stattfindet, sich mit dem gleichen Betrag beteiligt. Zwei Euro je Fahrt hat der Busnutzer zu zahlen. Ein mögliches Defizit übernimmt der Landkreis

Alfred Meller, Niederlassungsleiter der Regionalbus Ostbayern, ist überzeugt: "Das ist das richtige Angebot, genau auf die Bedürfnisse zugeschnitten." Und ein besonders wichtiger Faktor ist für Meller: "Der Bus ist das sicherste Verkehrsmittel."

Die Feuerprobe absolviert "Der mim Board" übrigens am Freitag, 14. November: Der Kreisjugendring hat für seinen Konzertabend mit Nachwuchsbands im Kettelerhaus Tirschenreuth zwei Busse gebucht.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.dermimboard.de
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