Die Begeisterung erhalten

Im Notfall kann eine entschlossene Herzmassage Leben retten. "Drücken ist staRK" lautet das Motto einer Aktion des Roten Kreuzes, die um Mut für diesen außergewöhnlichen Einsatz bittet. Dabei war auch der Stadtrat gefordert. Vor der Sitzung am Donnerstag hatten Mitglieder der BRK-Bereitschaft Übungspuppen für eine Herzmassage vor dem Rathaussaal abgelegt. Als ersten Sitzungspunkt durften die Räte dann fleißig drücken. "Man kann nichts falsch machen", betonten die BRK-Mitarbeiter. Nur gar nichts zu machen, w
Lokales
Tirschenreuth
02.02.2015
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Auf 30 Kunststoffpontons soll die Seebühne schwimmen - und der Kreisstadt im Sommer wieder eine Attraktion bescheren. Dazu will die Stadt 12 000 Euro beisteuern.

Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag unterstrich Bürgermeister Franz Stahl die Arbeit des Fördervereins, der auch nach der Gartenschau mit Gestaltung und Programm die Qualität des Geländes erhalten würde. In diesem Jahr sei ein Kultursommer von Ende Mai bis Ende Juni geplant. Ziel sei es, fast täglich etwas zu bieten, zumindest aber an den Wochenenden.

Einzigartig in der Region

Für eine besondere Attraktion soll eine Seebühne sorgen, auf der die Akteure auftreten. "Das ist einzigartig in der Region", begeisterte sich Stahl für die Idee. Zur Realisierung sollten 12 000 Euro im neuen Haushalt veranschlagt werden, empfahl er. Sollten die Kosten höher ausfallen, ginge dies allein zulasten des Fördervereins.

Steg zum Platz am See

Vinzenz Rahm, CSU-Stadtrat und Chef des Fördervereins, stellte dem Gremium die Idee der Seebühne vor. 30 Schwimmpontons würden in eine Tragekonstruktion eingebunden. Darauf soll der Bühnenboden Platz finden. "Das liegt alles recht ruhig im Wasser", erklärte Rahn. Mit Halteleinen soll die Bühne fixiert werden. Die acht mal acht Meter große Plattform würde sich auf der Wasserfläche vor dem Restaurant "Seenario" finden. Zwischen den Stufen am Platz am See und der Bühne sollte ein eingehängter Steg eine Verbindung bilden. Bei den Kosten merkte der Bürgermeister an, dass diese Bühne natürlich auch in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen sollte.

Paulus Mehler (CSU) bekräftigte die Absicht, das Gelände mit Leben zu erfüllen. Die Investition sei verantwortbar, so Mehler. "Wir müssen die Begeisterung erhalten", stellte sich auch CSU-Fraktionssprecher Peter Gold hinter die Bemühungen. Mit dem Vorhaben würde die Stadt die Aufmerksamkeit der gesamten Region bekommen.

"Ich hätte höhere Kosten vermutet", gab sich Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) erstaunlich aufgeschlossen. "Es ist eine gute Idee", unterstützte SPD-Sprecher Florian Busl das Projekt, dem er auch einen gewissen Mehrwert zuschrieb.

Ein bisschen "überfahren" fühlte sich Manfred Zandt von den Freien Wählern. Verein und Stadtoberhaupt warf er vor, zu eilig die Bühnen-Pläne publik gemacht zu haben. Der Freie Wähler hätte lieber noch in der Fraktion und den Ausschüssen diskutiert. Jetzt verspürt er einen gewissen Entscheidungsdruck. "Wir werden vor vollendete Tatsache gestellt", kreidete Zandt an. Und gegenüber dem Bürgermeister wollte er klarstellen: "Es war nicht Ihre Idee."

"Den Schuh zieh ich mir an", bemerkte Stahl dazu. Allerdings sei die Anfrage für einen Bericht von seiten der Zeitung gekommen. Freilich hätte es die Idee einer Seebühne auch zur Gartenschau gegeben. Doch hätte dies dem Konzept mit dem Veranstaltungsbereich widersprochen. Bei der Abstimmung fand die Idee dann die geschlossene Zustimmung des Gremiums. Allerdings wurde mit 12 000 Euro ein Maximalbetrag festgelegt.

Gewinn der Stadtwerke

Kurz, aber durchaus erfreulich, fiel der Bericht des Bürgermeisters zum Jahresabschluss der Stadtwerke für das Jahr 2013 aus. Bei rund 9,1 Millionen Bilanzsumme sei ein Gewinn von 31 000 Euro erzielt worden. Eingeplant hätte man rund 14 000 Euro, erinnerte Stahl. Der Gewinn wird den Rücklagen zugeführt.

Weniger Übernachtungen

Ein deutliches Minus verzeichnet die Tourismus-Statistik der Kreisstadt. So sank die Zahl der Übernachtungen von 29 348 in 2013 auf 28 144 im vergangenen Jahr. Allerdings konnte ein Plus bei den Gästeankünften von 7337 auf 7709 notiert werden. "Die Zahl der Tagesbesucher steigt und das ist ganz in unserem Sinne", kommentierte Stahl die Zahlen. Die Statistik verzeichnet noch einen Rückgang der Bettenzahl von 340 auf 330 nach dem Ausstieg des Gasthofes Herzog. Die Verweildauer betrug im vergangenen Jahr 3,7 Tage, die Auslastung 23,4 Prozent.

Gemeinsamer Prospekt

Gerade die Tagespakete für die Busreisen haben sich nach den Ausführungen von Franz Stahl bestens bewährt. Besonders freute den Bürgermeister auch das Zustandekommen eines gemeinsamen Werbeprospektes von Stiftland und Steinwald. Neu erstellt worden sei auch der Gästeführer der Kreisstadt.
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