Die drei Experten am NT-Telefon zwei Stunden lang gefragte Gesprächspartner unserer Leser
Schwellenangst genommen

Dr. Stephan Königsberger, Dr. Thomas Bschleipfer und Dr. Gert Steinwender (von links) beantworteten am Telefon geduldig die vielen Fragen unserer Leser zu Blasenschwäche und Inkontinenz. Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
11.11.2014
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Der erste Anruf kam am Montag schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn, danach ging es Schlag auf Schlag: Die Telefon-Aktion in der NT-Geschäftsstelle in Tirschenreuth über unwillkürlichen Harndrang entpuppte sich tatsächlich als drängendes Problem, das viele Menschen beschäftigt.

Zwei Stunden lang beantworteten Professor Dr. Thomas Bschleipfer, Chefarzt am Klinikum Weiden, sowie Dr. Stephan Königsberger und Dr. Gert Steinwender von der überörtlich urologischen Gemeinschaftspraxis Weiden-Tirschenreuth geduldig die Fragen unserer Leser.

Die Bandbreite der vorgetragenen Leiden war groß, im Mittelpunkt standen aber Blasenschwäche und Inkontinenz. Viele Anrufer hatten auch bereits eine Diagnose, wollten aber von ihren Gesprächspartnern am Montag eine zweite Meinung einholen. Die drei Experten hörten sich aber nicht nur die Geschichten an, sondern informierten über Behandlungsmöglichkeiten und Therapieansätze oder rieten, zur weiteren Abklärung und Diagnostik die urologische Praxis oder - wo nötig - auch das Klinikum aufzusuchen.

"Da gibt es oft einen ganzen Blumenstrauß an Ursachen, die man Schritt für Schritt abklappern muss", so einer der Ratschläge. "Das ging durchaus in die Tiefe, wie bei der Sprechstunde auch", freute sich Dr. Bschleipfer über die offenen Gespräche am Telefon. "Da sind die Menschen oft auch mutiger als bei einer persönlichen Vorstellung beim Urologen." Die drei Experten sahen sich auch bestätigt, dass sich viele Betroffene fälschlicherweise mit ihrer Krankheit abgefunden haben. Da meinte ein Anrufer zum Beispiel, er wäre doch mit seinen 80 Jahren schon zu alt, um mit seinem Leiden noch zum Arzt zu gehen. "Genau für Sie sind wir doch da", antwortete Dr. Königsberger. "Ich denke, wir konnten den Menschen die Schwellenangst vor dem Besuch beim Urologen nehmen", zog Dr. Steinwender nach zwei Stunden Resümee. "Angst nicht vor der Untersuchung, sondern vor dem Thema."
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