Die Welt zu Gott führen

Gemeinsam feierten (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Pater Prof. Karl Wallner und Kaplan Maximilian Roeb den Wallfahrtsgottesdienst.
Lokales
Tirschenreuth
19.06.2015
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Der Prediger konnte die Zuhörer begeistern. Dafür gab es für Pater Wallner in der Kirche sogar Beifall.

Zur 338. Wallfahrt für die Kirche konnte Stadtpfarrer Georg Flierl diesmal Professor Pater Dr. Karl Wallner (Cistercienserorden) aus Österreich begrüßen. Der Gottesdienst wurde durch Duette von Vivaldi, Bach, Mozart, Mendelsohn und Mascagni von den Solisten Christine Kohl und Ottmar Andritzky, sowie Werner Fritsch (Orgel) umrahmt.

"Wie schön ist es hier in Tirschenreuth, wo so viel gebetet wird und wo am jeden 13. des Monats, die Mutter Gottes von Fatima uns zusammenruft." Mit diesen Worten begrüßte der Anführer der 338. Wallfahrt die Gläubigen bei seiner Predigt. "Gott spricht ein Menschenkind dieses Planeten an und fragt sie, ob Sie die Mutter Gottes werden möchte. Deshalb sind wir bei dieser Wallfahrt, weil diese Frau die schönste Antwort gegeben hat 'Mir geschehe nach deinem Wort', führte der Prediger aus. Ein für alle Mal und endgültig und unüberbietbar hätte Gott sich in Jesus Christus offenbart, und danach gibt es keine Offenbarung! Der Himmel hätte sich nach dieser Zeit der letztgültigen Offenbarung geöffnet und gar nicht unbedeutend. Man spricht von Privat-Offenbarungen. "Schon im Mittelalter lesen wir, dass Heilige plötzlich eine Erscheinung haben. Der Himmel hat sich immer wieder geöffnet, um Zeichen zu geben."

In Lourdes etwa erschien Bernadette Soubirous 1858 die Jungfrau Maria achtzehn Mal in der Grotte von Massabielle. "Dort wollte der Himmel zeigen, das Gott die Macht hat zu heilen. Die Offenbarung ist mit Jesus Christus abgeschlossen, aber wenn wir Menschen in Not geraten, dann öffnet sich der Himmel, und irgendwie ist das besonders immer die Mutter Gottes."

"Ihr müsst Wunder erbitten"

Doch warum gerade Maria, fragte der Prediger. Seine Antwort: Als Mutter im Himmel hat Maria besondere Sorge für ihre Kinder, Sie sage uns passt auf, im Evangelium steht, Jesus hat Kranke geheilt. Vertraut doch auf diese Heilung. Oder Fatima 1917. Hier ist die Mutter Gottes den drei Kindern Francisco, Jacinta und Lucia erschienen. Die Mutter Gottes hätte sich für Ihre Erscheinung immer Kinder ausgesucht. "Doch warum sind wir heute hier? Die Mutter Gottes sagt wir sollen beten. Wenn wir beten, ist das immer Anbetung, Lobpreis und Fürbitte - wir beten für andere, wir beten für die Kinder, Enkelkinder, das Menschen sich bekehren, oder hoffen auf Hilfe bei Krankheit oder Problemen. "Gehen wir immer in die Kirche mit einer Bitte an Gott und trauen ihm zu, dass er etwas ändert", betonte der Pater. "Ihr müsst Wunder erbitten. Nehmt das bitte auf Euch, den die Sühne zu der uns die Mutter Gottes in Fatima eingeladen hat, hat wirklich mit dem Bittgebet zusammen die Kraft, diese Welt zu Gott zu führen." Diese eindrucksvolle Predigt wurde von den Gläubigen mit spontanen Applaus bedacht.
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