Direktor Manfred Strigl: Nach dem Tod bleibt eine Verbindung bestehen
Auf das Miteinander achten

Die Geistlichen bei der 343. Wallfahrt für die Kirche (von links): Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, Direktor Manfred Strigl aus Johannisthal, Pfarrer Siegfried Wölfel aus Friedenfels und Pfarrer Konrad Gruber. Bild: wür
Lokales
Tirschenreuth
18.11.2015
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Einen Gast aus Johannisthal verzeichnete die 343. Wallfahrt für die Kirche. Anführer und Prediger am vergangenen Freitag war diesmal Direktor Manfred Strigl. Stadtpfarrer Georg Flierl dankte ihm für sein Kommen. Ein besonderer Dank erging auch an den Landfrauenchor unter der Leitung von Friedrich Söllner sowie Werner Fritsch an der Orgel für die Mitgestaltung des Gottesdienstes. "Den Schmerz, die Trauer, weil jemand all zu früh sterben musste, wir alle kennen diesen Schmerz", so Prediger Manfred Strigl. In einem Nachruf las Strigl unter anderem folgende Worte: "Tod bedeutet gar nichts. Ich bin nur nach nebenan verschwunden. Lass meinen Namen weit hin so geläufig sein wie immer. Tod bedeutet gar nichts - nur ein unbedeutender Zwischenfall."

Unerschütterliches Vertrauen

Dies sei schon ein starker Satz. Können wir dem so zustimmen, fragte Strigl. Er war der Meinung, dass viele dies nicht können. Nach dem Tod sei nichts mehr so, wie es einmal war. "Tod bedeutet gar nichts!" Hier brauche es einen starken Glauben, einen österlichen Glauben und die darauf lebende Hoffnung. Es müsse ein unerschütterliches Vertrauen da sein, dass Gottes Möglichkeiten nie erschöpft seien, unterstrich der Prediger. Bei Maria entdecken wir dieses Vertrauen. Viele Sterbe- und Todeserfahrungen habe es in ihrem Leben gegeben. Sie musste zusehen, wie ihr Sohn den Weg des bitteren Leidens ging und schließlich qualvoll verstarb. "Ihr Vertrauen, ihr Glaube und ihre Hoffnung gründen in der erlebten Menschenfreundlichkeit, in der Güte Gottes, im Wissen um seine Allmacht", wusste der Prediger. Tod bedeutet gar nichts, nur ein unbedeutender Zwischenfall! Angesichts des eigenen Todes oder beim Hinscheiden unserer Lieben, mache dieser Satz Sinn. Auch wenn es so aussehe, ob alle Stricke zerreißen, so ist Direktor Manfred Strigl überzeugt, dass eine Verbindung bestehen bleibt. Man könne mit den Verstorbenen "sprechen", denn sie seien mit Jesus da, wann immer wir uns mit Gott verbinden. "Was immer wir füreinander waren, das sind wir noch. Warum sollte ich vergessen sein, nur weil du mich nicht mehr siehst?" Dies bedeutet für Manfred Strigl, im Hier und Jetzt auf das Füreinander und Miteinander zu achten! Es sei richtig, Pflege aufzuwerten, Mittel und Kräfte zur Verfügung zu stellen. So fielen ihm die Worte von Bundespräsident Köhler in den Sinn: "Nicht durch die Hand eines anderen sollen die Menschen sterben, sondern an der Hand eines anderen."
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