Echte Meister ihres Fachs

In Schwandorf ehrte die Handwerkskammer ihre "goldenen" Handwerksmeister. Es gratulierten (zweite Reihe von rechts) der Leiter des Bildungszentrums in Schwandorf, Uli Götz, Kammervizepräsident Albert Vetterl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger, Kreishandwerksmeister Joachim Behrend (dritte Reihe, Zweiter von rechts) und die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Schwandorf, Birgitt Gruschka (zweite Reihe links). Bild: Fotostudio Schwarz
Lokales
Tirschenreuth
28.10.2015
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Seit Jahrzehnten arbeiten sie als Bäcker oder Schreiner, Mechaniker oder Friseur. Und das mit Meistertitel. Eine kleine Anerkennung für 39 fleißige Handwerker gab es jetzt in Schwandorf.

Für jahrzehntelange Tätigkeit und Verdienste in ihrem Beruf ehrte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz 26 Handwerksmeister mit dem goldenen Meisterbrief und der goldenen Meisternadel. 13 weitere Geehrte bekommen ihre Auszeichnung auf dem Postweg. Unter den verdienten Meistern sind auch zehn aus dem Landkreis Tirschenreuth.

"Sie alle verkörpern eine Generation mit Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und hoher sozialer Kompetenz", sagte Vizepräsident Albert Vetterl in seiner Festrede. "Ohne Ihren jahrzehntelangen Fleiß, Ihre Tüchtigkeit und Ihre Kundenorientiertheit säßen Sie heute nicht da", würdigte er den Einsatz, den die Meister in 35 oder mehr Jahren gezeigt hätten. "Der goldene Meisterbrief ist ein Zeugnis dafür, dass Sie Ihr Handwerk verstehen - und zwar auf ganzer Linie."

Vor allem sei die Auszeichnung noch keine Ausmusterung. "Er verbrieft vielmehr Erfahrung und Können, auf die das Handwerk mehr denn je angewiesen sein wird. Eine innovative Volkswirtschaft braucht einen Mix aus Jung und etwas Älteren." Eine Abkehr vom Meistertitel als Schlüsselqualifikation für bestimmt Gewerke, wie in letzter Zeit von der EU gefordert, würde die Qualitätsstandards für die Produkte und Dienstleistungen des Handwerks aufweichen, betonte Vetterl. Dem gelte es entgegenzutreten, denn darunter würde auch die Ausbildungsquote leiden. Die sei gemessen an der Gesamtbeschäftigungszahl mit acht Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. "Als Lehrmeister in den Werkstätten schultern Sie ganz im Stillen eine große gesellschaftspolitische Aufgabe", lobte der Vizepräsident. Bei der hohen Arbeitsleistung sei der Rückhalt der Familien nicht zu unterschätzen. Sie leisteten einen erheblichen Beitrag zum Erfolg eines selbstständigen Betriebs.

Goldene Meisterbriefe verleiht die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz auf Antrag an alle, die vor mindestens 35 Jahren die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Prüfung als Ingenieur oder Techniker abgelegt haben. Die Kandidaten müssen eine 35-jährige selbstständige Tätigkeit als Handwerksmeister nachweisen oder ebenso lange in einem anderen Handwerksbetrieb gearbeitet haben.
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