Ein Antrag, der elektrisiert

Gemeinsame Sache machen wollen die Kreistagsfraktionen "Bündnis 90/Die Grünen" und "Zukunft Landkreis Tirschenreuth", wenn es um die Elektromobilität im Landkreis geht. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
28.12.2014
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Diese Allianz ist neu. In Sachen Elektromobilität schieben die Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und "Zukunft Landkreis Tirschenreuth" gemeinsam an.

Beide Fraktionen haben laut einer Pressemitteilung in ihren Reihen begeisterte Elektro-Auto-Nutzer. Sie sind darüber hinaus der Überzeugung, dass in dieser Technologie die Zukunft liegt. So fordern die beiden Fraktionen in einem Brief an Landrat Wolfgang Lippert, dass der Fuhrpark des Landratsamts zunächst mit mindestens einem E-Auto ausgestattet wird. "Gerade bei den vielen Kurzstrecken sind E-Autos mittlerweile auch aus ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll", betont Marco Vollath von der Zukunftsliste.

Um diese optimal nutzen zu können, müsse natürlich in einem weiteren Schritt eine öffentliche E-Tankstelle am Landratsamt entstehen. Diese solle aber nicht nur für die neuen Dienstfahrzeuge zur Verfügung stehen, sondern auch für Bürger, die Verwaltungsgänge am Landratsamt abwickeln müssen.

Bisher gibt es noch keinerlei öffentliche Elektrolade-Infrastruktur im Landkreis. Ein Missstand, der aus Sicht der beiden Fraktionen schnellstens behoben werden muss. Gerade bei Kreiseinrichtungen mit viel Publikumsverkehr, wie etwa bei der Berufsschule Wiesau oder dem Stiftland-Gymnasium würden sich die Parkplätze als zukünftige Standorte anbieten. Erst wenn diese Infrastruktur vorhanden sei, werde man mehr Bürger zur Nutzung dieser neuen Technologie motivieren können, heißt es in der Pressemitteilung.

Um den Einstieg in die E-Mobilität voranzubringen, soll im Landratsamt eine entsprechend qualifizierte Person als Elektromobilitätsbeauftragter benannt werden. Diese soll den Prozess auf Kreisebene begleiten und auch als Ansprechpartner für interessierte Kommunen, Unternehmen und Kreisbürger dienen.

Weiter soll der Beauftragte auch die Öffentlichkeitsarbeit in dem Bereich betreuen. Zu guter Letzt soll der Landkreis nach Meinung der beiden Fraktionen ein E-Mobilitätskonzept erstellen, das den langfristigen Prozess koordiniert und auch die Möglichkeit von Car-Sharing-Modellen auf dem Land auslotet. Insgesamt sehen beide Fraktionen in der Elektromobilität große Chancen für den Landkreis. "Nicht nur, dass diese Technik ein wichtiges Element einer klimagerechten Energie- und Verkehrspolitik ist, sondern auch weil dadurch ganz neue Mobilitätskonzepte denkbar sind."

Die Fraktionssprecherin der Grünen, Heidrun Schelkze-Deubzer, ist überzeugt, dass der Landkreis hier initiativ tätig werden muss. "Wenn wir diese Chancen frühzeitig anpacken, können wir hier auch eine Vorreiterrolle übernehmen."
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