Ein Apfelbaum für die Einheit

Fest packten die Politiker bei der Baumpflanzaktion an. 2. Bürgermeister Peter Gold (links) goss fleißig, damit der Baum auch schön anwächst. Mit dabei waren Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, MdL Tobias Reiß und Bürgermeister Franz Stahl, sowie eine Vielzahl von Stadträten. Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
05.10.2015
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Mit einem Apfelbaum erinnert die CSU an 25 Jahre Deutsche Einheit. Zur Pflanzaktion an der Mittelschule kam sogar Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

Es ist ja nicht gerade alltäglich, dass zu einer Baumpflanzaktion an einer Mittelschule gleich Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle kommt. Die 300 Schüler der Johann-Andreas-Schmeller-Mittelschule erlebten genau dies am Freitagmorgen. Gemeinsam mit der Ökogruppe der Schule pflanzten die Politiker einen Apfelbaum, im Gedenken an 25 Jahre Deutsche Einheit. Gestiftet hatte den Baum der CSU-Ortsverband Tirschenreuth.

Rosner: Ein Zeichen setzen

CSU-Ortsvorsitzender Huberth Rosner freute sich über den hohen Besuch, "dieser war so nicht geplant", sagte er. "25 Jahre Wiedervereinigung heißt, ein Teil Deutschlands lebte nicht in Freiheit und Demokratie". Rosner erinnerte an den Schießbefehl, den es an der innerdeutschen Grenze gab. Oft seien Menschen für ihre politische Meinung eingesperrt worden. "Erst als es die Menschen wagten, gemeinsam auf die Straße zu gehen, änderte sich die politische Situation." Rosner erinnerte daran, dass bereits vor 25 Jahren am Stiftland-Gymnasium ein Baum gepflanzt wurde, "heute wollen wir wieder ein Zeichen setzen". Rosner wünschte sich, dass der Baum reiche Früchte tragen wird. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: "Auch für mich ist es überraschend hier zu sein. Ich habe erst heute Morgen davon erfahren". Der Minister erinnerte sich noch genau an den Tag des Mauerfalls. "Ich arbeitete damals beim Bayerischen Rundfunk, als ein grummelnder SED-Funktionär die Nachricht bekannt gab".

Fachmännische Arbeit

Spaenle berichtete auch von einem Besuch gleich kurz nach Wende in der ehemaligen DDR. "Heute setzen wir auf die Zukunft und pflanzen einen Baum", freute sich der Kultus- und Wissenschaftsminister auf handwerkliche Arbeit. Auf dem Hang nahe der Mittelschule, wo die Ökogruppe der Schule bereits ein Loch ausgehoben hatte, wurde der Apfelbaum dann fachmännisch eingesetzt.

Nachdem gute Erde eingefüllt war, blieb es den Politikern vorbehalten, den Baum anzugießen und ihm guten Wuchs zu wünschen. Den Rest besorgten dann wieder die Kinder der Ökogruppe, die sich auch künftig um den Baum kümmern werden.
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