Ein Drittel aller Zuzügler sind junge Menschen
Demografischer Klau

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Lokales
Tirschenreuth
08.12.2014
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Arbeitsplätze, Lebensqualität, Wohlstand - das verbinden viele mit Bayern und ziehen hierher. Das lässt sich dann wiederum an der Einwohnerzahl ablesen, die ja mittlerweile hauptsächlich durch Zuzüge und weniger durch Geburtenüberschüsse steigt.

Der Landkreis verlor 2013 durch Wanderungsverluste 59 Bürger, im Vorjahr waren es sogar 204. Landesweit gab es dagegen ein kräftiges Plus von rund 97 600 Menschen. Rund 14 100 davon kamen aus anderen Bundesländern. Der gewichtigere Teil allerdings geht mit rund 83 600 auf das Ausland zurück.

Die höchste Anziehungskraft übte einmal mehr Oberbayern aus und hier vor allem die Landeshauptstadt und die umliegenden Kommunen. Fast jeder zweite Neu-Bayer siedelte ins Oberbayerische über. In den Kreis Tirschenreuth zogen 252 Menschen aus anderen Bundesländern, darunter 60 aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Weitere 53 siedelten aus dem Nachbarland Baden-Württemberg über, 21 aus Berlin und 93 aus den östlichen Bundesländern. Aus Bayern zogen 1343 Menschen zu.

Vom Alter her betrachtet, kehren vor allem junge Erwachsene im Alter zwischen 18 bis 30 Jahren ihrer Heimat den Rücken, um an aussichtsreicherer Stelle im Freistaat einen Arbeitsplatz anzunehmen oder eine Ausbildung zu beginnen. In den Landkreis zog es 995 junge Menschen, ein gutes Drittel aller 2945 Zuzügler. Bevölkerungswissenschaftler bezeichnen das übrigens als "demografischen Klau". Denn angesichts der schrumpfenden Bevölkerung und des drohenden Fachkräftemangels ist die Zuwanderung die einzige Möglichkeit, den künftigen Wohlstand zu sichern. 3004 Personen kehrten dem Landkreis den Rücken.
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