Ein Fest für kleine Kicker

Das Runde muss in das Eckige. Und wenn es denn sein muss, auch mit dem Kopf.
Lokales
Tirschenreuth
04.06.2015
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Als Philipp Lahm den goldenen WM-Pokal damals in den Nachthimmel von Rio de Janeiro hob, war ganz Deutschland bereits im Freudentaumel versunken. Am Mittwoch konnte man all die Emotionen nochmal durchleben: Der Pokal machte auf seiner Ehrenrunde durch die Nation auch in der Kreisstadt Halt.

"Wir sind enorm stolz, dass wir die Veranstaltung bekommen haben", freute sich Gert Ernst, Vorsitzender der ATSV-Fußballer. Nach einem Bewerbungsverfahren, an dem zahlreiche Vereine aus ganz Bayern teilgenommen hatten, setzte sich der Vertreter aus der Kreisstadt durch.

Am Mittwoch dann rollte der DFB-Tross auf das ATSV-Gelände. Mit dabei war der beeindruckende schwarze Truck, in dem die Trophäe aufbewahrt wird, ein Fanbus und zahlreiche Attraktionen für die kleinen Anhänger der Nationalelf.

Hervorragende Arbeit

Auch MdB Reiner Meier ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und warf, zusammen mit anderen Ehrengästen einen Blick auf den Pokal. "Dieser Tag soll in die Geschichte eingehen, das ist eine besondere Auszeichnung für unsere Stadt", lobte er anschließend. Er und auch Bürgermeister Franz Stahl wiesen außerdem auf die hervorragende Jugendarbeit der Tirschenreuther Vereine hin, die weiterhin unterstützt werden soll.

Bilder von Alexander Schirmer

Schon ab den Mittagsstunden drängten sich zahlreiche Interessierte vor dem DFB Truck. Wer eine Karte besaß, der durfte dann ins Innere und nochmal für einen kurzen Moment die Emotionen des WM-Sieges spüren, ehe der Pokal in seiner Vitrine im Blickfeld auftauchte.

Auf dem Gelände drehte sich dann alles ums runde Leder. Unzählige kleine Kicker in Trikots flitzten auf dem Rasen umher und jagten begeistert dem Ball nach. Ihre Kraft konnten sie beim Geschwindigkeitsmessen während des Torschusses erproben, an der Torwand wiederum war Geschicklichkeit gefragt. Die brauchte man auch beim Fußball-Parcours. Dort sollten an verschiedenen Stationen Punkte gesammelt werden, etwa beim genauen Kopfball oder einer Passübung.

Integrations-Spiel

Die Bewerbung des ATSV, die der Verein gemeinsam mit dem DFB-Fanclub "Stiftland-Adler" abgeben hatte, stand unter dem Zeichen der Integration. Und dieses Ziel wurde ebenfalls verwirklicht. Beim Freundschaftsspiel trat eine Auswahl von Asylbewerbern gegen eine Jugendmannschaft der Spielgemeinschaft ATSV/FC Tirschenreuth an. Es war ein bunter Nachmittag, an dem vor allem die fußballbegeisterten Kinder, mit Hüpfburg, Menschenkicker, Zaubershows und reichlich Bewegung voll auf ihre Kosten kamen.
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