Ein Ort der Geborgenheit

Eine Glastafel der Firma Lamberts aus Waldsassen überreichte Architekt Thomas Gärtner (Zweiter von links) an Kindergartenleiterin Monika Zeitler. Darüber freuten sich auch Stadtpfarrer Georg Flierl und Bürgermeister Franz Stahl (von rechts). Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
02.12.2014
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Wohlbehütet sind die Kinder in unseren Tagen. Aber sie sind es auch wert, betonten die Gäste im neuen Kindergarten. Und dass sie sich dort auch geborgen fühlen, daran hatte keiner Zweifel.

"Die Zeit des Wartens ist vorbei", betonte Stadtpfarrer Georg Flierl in seiner Begrüßung in der Stadtpfarrkirche. Gemeint war der Erweiterungsbau des Katholischen Kindergartens "Unsere liebe Frau", der am Sonntag den kirchlichen Segen erhielt.

Neu entstanden ist eine weitere Kindergartengruppe, sowie eine Krippe. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,1 Millionen Euro, wobei der Freistaat Bayern das Projekt mit fast einer halben Million Euro unterstützt hat. Den Rest teilen sich die Stadt Tirschenreuth (300 000 Euro), Katholische Kirchenstiftung (240 000 Euro), sowie die Diözese Regensburg. Etwa 100 Kinder werden jetzt in der erweiterten Einrichtung betreut. Der Festtag begann mit einem Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, den Stadtpfarrer und Dekan Georg Flierl sowie Kaplan Maximilian Roeb zelebrierten. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Kinder selber. Unter den Gästen war auch die frühere Leiterin Schwester Antonia, die seit einigen Jahren an der Spätberufenenschule Fockenfeld ihren wertvollen Dienst leistet. "Beim Aushub der Baugrube haben wir keinen Fels gefunden, auf dem wir den Kindergarten bauen konnten. Also mussten Betonfundamente her für eine stabile Unterlage. Ich hoffe aber dennoch, dass der Bau Jahrzehnte überdauert", begann der Stadtpfarrer seine Predigt. Den Eltern wünschte Flierl, dass sie den Bauplan für ihre Kinder finden, den Gott für sie ausgesucht hat.

Dank für solide Arbeit

Nach dem Gottesdienst zogen Kinder und Gäste mit der Großkonreuther Stadtkapelle zum erweiterten Kindergarten. Dort dankte Stadtpfarrer Georg Flierl allen am Bau beteiligten Firmen: "Sie haben solide handwerkliche Arbeit geleistet". Dank galt der Kirchenverwaltung, an der Spitze mit Kirchenpfleger August Trißl und Michael Voith. "Sie waren mir mit ihrer Kompetenz eine große Hilfe!"

Architekt Thomas Gärtner freute sich über eine achtmonatige unfallfrei Bauzeit, "wobei wir erfreulicherweise unterhalb der Kostenschätzung geblieben sind". Den Kindern wünschte er, dass sie sich in den neuen Räumen wohlfühlen und den Mitarbeiterinnen einen angenehmen Arbeitsplatz. Anstatt eines obligatorischen Schlüssels überreichte Gärtner an Kindergartenleiterin Monika Zeitler eine bunte Glaspalette aus dem Hause Lamberts. Bürgermeister Franz Stahl stellte heraus: "Heute ist für den katholischen Kindergarten schon Weihnachten, das Christkind ist gekommen". Entstanden ist eine dritte Kindergartengruppe und eine eingruppige Krippe. Gerne habe sich die Stadt an den Kosten beteiligt. "Es ist eine Pflichtaufgabe für unsere Stadt. Unsere Kinder sind es uns wert". Stahl sprach von einer Einrichtung für die Zukunft der Stadt und seiner Menschen. Für Kindergartenleiterin Monika Zeitler hatte er ein finanzielles Präsent dabei, "damit könnt ihr im Sommer mal Eis essen gehen".

Wärme des Herzens

Der evangelische Pfarrer Ralph Knoblauch nannte das Projekt mehr als beeindruckend und sagte, "die Kinder von heute werden schon verwöhnt, aber sie sind es uns auch wert". Besonders freute sich Knoblauch, dass es weiter kirchliche Kindergärten gibt, die die Kinder im christlichen Geist erziehen. Unersetzbar ist laut Stadtpfarrer Anton Witt aus Mitterteich die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, "die Wärme des Herzens ist entscheidend".
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