Ein Tag für die Jugend

Lokales
Tirschenreuth
15.06.2015
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"Der Kreisjugendtag findet bei jedem Wetter statt", steht auf dem Programm-Flyer. "Kein Problem", sagt dazu der gastgebende Bürgermeister, Alfred Stier, "am 18. Juli scheint in Bärnau die Sonne."

Damit der 16. Kreisjugendtag am Samstag, 18. Juli einmal mehr ein unvergessliches Erlebnis wird, arbeiten seit Ende vergangenen Jahres viele Leute daran ein opulentes und qualitativ hochwertiges Programm auf die Beine zu stellen. Allein im Organisationsteam sind etwa 20 Personen integriert.

Nach 2005 geht das Großereignis zum zweiten Mal in Bärnau über die Bühne. Der Vorplatz des Geschichtsparks an der Naaber Straße sei wegen seiner perfekten Infrastruktur der prädestinierte Ort dafür, so der Hauptorganisator vor Ort und Vorsitzender des Vereins Via Corolina, Alfred Wolf. Schirmherren der Veranstaltung sind Landrat Wolfgang Lippert und der Bürgermeister der Gastgeberstadt, Alfred Stier.

Sinnvoll gestalten

Lippert sagte bei der Vorstellung des Programms, dass die Frage ob ein Kreisjugendtag heute überhaupt noch Sinn mache, durchaus berechtigt wäre und beantwortete sie gleich selber, "eindeutig mit Ja." Gerade vor dem Hintergrund heutiger Freizeitgestaltungsgewohnheiten mit den verschiedensten Medien vor großen Bildschirmen brauchten Jugendliche, Eltern und Betreuer Informationen darüber, wie sich Freizeit anders und sinnvoll gestalten ließe.

Eine gute Mischung aus Informationen, Spaß und Abenteuer funktioniere dabei immer. Und das biete der Kreisjugendtag in Hülle und Fülle. Als ein Beispiel dafür nannte er die Suchtprävention, die dabei integriert sei. Aber eben spielerisch, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger.

Auch die Jugendbetreuer in den Kommunen könnten sich viele Anregungen holen. Deshalb spiele der Kreisjugendtag auch eine nicht unerhebliche Multiplikatorrolle. Die kommunale Jugendpflegerin Sabine Bauer, erklärte, dass die Teilnehmer viele Höhepunkte erwarten. Besonders spektakulär wäre eine Schauübung der Feuerwehr und des BRK Bärnau. Um die verheerenden Auswirkungen eines unsachgemäßen Löschversuchs eines Fettbrandes zu demonstrieren, werde eine Küche aufgebaut.

Ghost-Fahrrad als Preis

Zwischen 14 und 18 Uhr warten zahlreiche Stände mit Aktionen und Informationen auf. Natürlich gäbe es wieder die beliebte Kreisjugendtag-Rallye. Mitmachen und sich anstrengen lohne sich dabei. Neben vielen weitern Preisen dürfe der Sieger mit einem Ghost-Fahrrad nach Hause fahren. Zudem werde an diesem Tag auch der Jugendförderpreis für herausragende Projekte im Landkreis verliehen. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass tschechische Staatsbürger absolut willkommen sind. Der Landrat will prüfen lassen, ob sich künftig der Kreisjugendtag als Interreg-Projekt durchsetzen lasse. Damit wäre er finanziell wesentlich besser aufgestellt.

In Tschechien gäbe es ähnliche Projekte, wusste Renate Scharf, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings. Das Fest "Seznamte se" zum Beispiel. Das zweitägige Festival unterhalb der Egerer Burg biete jede Menge an Freizeitaktivitäten für die Jugend. Dabei vertreten war in den vergangenen Jahren auch das Jugendmedienzentrum T1.

Alfred Wolf wusste von einem ähnlichen Projekt in Tachov, das frei übersetzt soviel wie, "Tag der Kinder" genannt werde. Parallelen sind also durchaus vorhanden. Der Arbeitskreis Integration von Flüchtlingen in Fuchsmühl bringt interessierte Flüchtlingskinder per Bus nach Bärnau. Alfred Wolf erklärte, dass gerade der Geschichtspark viel Symbolkraft, was Bildungsstandort und grenzüberschreitende Zusammenarbeit anbelange, biete. Wolf will dafür sorgen, dass der Flyer zum Kreisjugendtag in die tschechische Sprache übersetzt wird und über die Nachbarn und gute Freunde in Tachov verteilt wird.

Gemeinschaftswerk

Für den Geschichtspark selbst gibt es an dem Tag ermäßigte Eintrittspreise für Kinder und Familien. Die Organisation vor Ort sei ein Gemeinschaftswerk der Stadt Bärnau und der Vereine am Ort, die sich für Jugendarbeit engagierten. Rund 10 000 Werbemittel sind an Schulen, Kindergärten Gemeinden, Banken, Jugendbeauftragte Pfarrämter und andere Institutionen verteilt worden.
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