Eingangsgebäude der Deponie Steinmühle zu klein - Ausschuss befürwortet Erweiterung
Mehr Platz für Akten und Büros

Seit 2007 steht das Eingangsgebäude der Deponie Steinmühle an der Bundesstraße zwischen Waldsassen und Mitterteich. Vorher waren die Büros und Toiletten für die Beschäftigten in Containern untergebracht. Jetzt ist erneut eine Erweiterung fällig. Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
22.10.2015
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Eine ordentliche Abfallentsorgung ist mit viel Bürokratie und Labortechnik verbunden. Deshalb braucht die Deponie Steinmühle mehr Platz für ihre Mitarbeiter - und für Öffentlichkeitsarbeit.

Räume ausgereizt

Das Eingangsgebäude mit Radlagerhalle, vor acht Jahren eingeweiht, ist zu klein. Nächstes Jahr wird angebaut. Die Erweiterung für rund 360 000 Euro hat der Ausschuss für Abfall, Landwirtschaft, Umwelt und Energie genehmigt. Auf den Kreishaushalt schlagen die Kosten nicht durch. Wie Peter Förster informierte, wird der Bau über den Betrieb gewerblicher Art, den die Deponie darstellt, abgewickelt. Eine Kreditaufnahme sei nicht erforderlich.

Der Deponieleiter begründete den Anbau unter anderem mit der rasanten Entwicklung der Anlage (Info-Kasten). Statt einem Deponiewart arbeiteten inzwischen drei in Steinmühle, der Umweltingenieur habe keinen eigenen Schreibtisch und die Registratur platze aus allen Nähten. "Wir sind verpflichtet, sämtliche Unterlagen bis zu 30 Jahre nach Stilllegung aufzubewahren. Schon jetzt haben wir Akten in zwei Container ausgelagert. Unser Platz ist ausgereizt."

Im Obergeschoss des Neubaus wird nun Platz für ein großes Archiv geschaffen. "Sollte die Digitalisierung der Unterlagen einmal möglich sein, könnte hier zusätzlicher Büroraum entstehen", blickte Förster voraus. Neben drei Büros für die Mitarbeiter sieht der Plan einen großen Raum für Sitzungen und die Öffentlichkeitsarbeit vor. "Dann können wir auch mal eine komplette Schulklasse unterbringen." Das hielt auch Landrat Wolfgang Lippert für sehr sinnvoll: "Hier können die diversen Wege des Mülls verfolgt werden." Kreisrätin Heidrun Schelzke-Deubzer, von Beruf Lehrerin, meldete sich vorsorglich gleich mal mit einer Klasse an.

Bau ohne Keller

Bernhard Bäuml wollte wissen, weshalb die Registratur im hellen Obergeschoss vorgesehen ist. Auf einen Keller habe man verzichtet, antwortete der Deponieleiter: "Das wäre deutlich teurer gekommen." Die Arbeiten für den Neubau mit Flachdach werden Anfang des Jahres ausgeschrieben, damit die neuen Räume noch 2016 nutzbar sind.
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