Einmalige Diskussionskultur

Tirschenreuth hat sich zu einer Wohlfühlstadt entwickelt.
Lokales
Tirschenreuth
22.12.2014
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Stadtoberhaupt Franz Stahl richtet den Blick nach vorne. Neben Tourismus und Kultur soll Tirschenreuth als kreativer Standort für die Wirtschaft gestärkt werden. In einem Ausblick behält Stahl auch ein neues Dienstleistungs- und Behördenzentrum im Blick.

Mehr als zufrieden sind die Stadträte mit der jüngeren Vergangenheit. "Es war ein gutes Jahr", formulierte CSU-Fraktionssprecher Peter Gold bei der letzten Sitzung 2014 die Meinung des gesamten Gremiums. Ungeteiltes Lob gab es für die Betriebe, die Verwaltung und vor allem für die Bürger, die den wesentlichen Anteil zur Lebensqualität im Ort leisten würden. Florian Busl (SPD) verwies dabei auch auf das aktive Vereinsleben und warb für die Mitgliedschaft. Die Menschen könnten hier erleben, welche Potenziale in ihnen stecken.

In Frieden und Freiheit

Den Reigen der Weihnachtsansprachen durfte Bürgermeister Franz Stahl eröffnen. Er rief zunächst in Erinnerung, dass wir das Weihnachtsfest in Frieden und Freiheit feiern können. "Das sollte uns aber auch Verpflichtung sein, Personen die bei uns Schutz und Hilfe suchen, einen menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen", nahm Stahl zum Thema Asyl Stellung.

In seiner Bilanz erinnerte Stahl an die Aktivitäten zum Jubiläum "650 Jahre Stadtrechtsbestätigung" und wusste hier von einem "Fest von Bürgern für Bürger". Dabei sei Tradition und Geschichte mit Zukunft und Perspektive verbunden worden. Besonders freute sich Stahl über die vielen kreativen Ideen der Bürger sowie eine einmalige Diskussionskultur. Gerade die "Zukunftskonferenzen" hätten von den findigen Ideen profitiert.

Stahl: Viel erreicht

In seiner Vorschau nannte der Bürgermeister natürlich die Passion im kommenden Jahr aber auch weitere Investitionen, wie das neue Feuerwehrhaus oder einen Neubau für den Verband für ländliche Entwicklung neben dem ALE-Gebäude. "Wir haben viel erreicht und etliches Neue erwartet uns", war ein überaus positives Fazit des Bürgermeisters.

Für Peter Gold war klar: "Tirschenreuth hat sich zu einer Wohlfühlstadt entwickelt". Und zu verdanken sei dies auch einem beispielhaften Bürgerengagement. Ziel und Absicht sei es, diesen Weg weiterzugehen und die Lebensqualität weiter zu verbessern. Dazu gehöre freilich die offene und faire Diskussion, bei der sich mit Respekt und Toleranz begegnet werden müsste. "Bei uns geschieht das schon lange", stellte Gold dem Stadtrat ein gutes Zeugnis aus.

Integration gelungen

Als gelungen bewertete der CSU-Sprecher weiter den Umgang mit den asylsuchenden Menschen. Die Integration in Tirschenreuth sei hier gelungen. Dabei wusste Gold, dass die Stadt nicht zum ersten Mal diese Aufgabe stemmen musste. So fanden sich nach dem Ende des 2. Weltkrieges rund 1800 Flüchtlinge unter den 7500 Einwohnern. Besonderns hob auch Gold in allen Bereichen die Leistung der Bürger hervor. "Das Ehrenamt ist das pulsierende Herz unserer Gesellschaft !"

Dank an Bürger

Manfred Zandt von den Freien Wählern war es ebenfalls ein Anliegen, den Bürgern zu danken, die sich aktiv für die Asylbewerber einsetzen. "Wir müssen diesen Menschen den Aufenthalt erleichtern", appellierte der Freie Wähler. Ein nächster Schritt sollte dabei der Ausbau des Fuß- und Radweges zum Asylbewerberheim sein. Florian Busl (SPD) zog seine erste Bilanz aus dem Blickwinkel eines neu ins Gremium gewählten Stadtrates. Und Busl dankte ausdrücklich für die gute Aufnahme. "Wir müssen die Dinge weiterverfolgen und die kommenden Aufgaben lösen", beschrieb er die Zielsetzung.

Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt/Grüne) wandte sich mit einer Weihnachtsbotschaft von Mutter Theresa an das Gremium. Dabei stellte Berr den Wert und die Vielfalt des Lebens heraus. "Ich danke allen Mitbürgern, die sich für eine lebens- und liebenswerte Stadt einsetzen, den Menschen und Geschöpfen helfen sowie zum Schutz der Umwelt beitragen", schloss Berr.
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