Einsatz für Überleben der Familie

500 Euro spendete die Kolpingsfamilie dem Arbeitskreis Asyl in der Caritas. Im Bild die Geldübergabe mit (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Bürgermeister Franz Stahl, Roswitha Bäuml, Jürgen Kundrat, Präses Maximilian Roeb und Herbert Konrad. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
04.12.2014
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Adolph Kolping und Papst Franziskus haben einiges gemeinsam. Beide verkörpern ein Priesterbild, in dem sich die Kirche dem Menschen zuwendet.

Im Blickpunkt des Kolping-Gedenktages am Samstag im Pfarrsaal stand die Überreichung einer Spende von 500 Euro an den Arbeitskreis Asyl der Caritas. Stellvertretende Vorsitzende Roswitha Bäuml und Schriftführer Herbert Konrad übergaben die fünf Hunderter an Jürgen Kundrat von der Caritas, der seinen Arbeitskreis auch kurz vorstellte.

Im weiteren Verlauf des Abends standen auch Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm, die jedoch allesamt verhindert waren. Für 65 Jahre Treue zur Kolpingsfamilie wurden Alfred Schaumberger und Johann Zagler, für 40 Jahre Mitgliedschaft wäre Josef Fennerl ausgezeichnet worden.

Vorbildfunktion

Bürgermeister Franz Stahl verwies darauf, das die sozialen Aspekte eines Adolph Kolping auch heute noch gültig seien, vor allem in Hinblick auf die Asylanten. In seiner Festansprache ging Präses Maximilian Roeb auf die Vorbildfunktionen von Adolph Kolping und Papst Franziskus ein. Beide setzten oder setzen sich für Menschen ein. Beide seien sogenannte "Spätberufene". Adolph Kolping erlernte zunächst den Beruf eines Schusters, während Papst Franziskus Chemietechniker wurde. Beide, so der Tirschenreuther Kaplan, seien hervorragende Vertreter des sozialen Katholizismus.

In der Welt von heute finde ein Wertekampf von apokalyptischer Wucht statt. Dabei gehe es auch um das Überleben der Familie, denn wenn ihre Leistung keine gesellschaftliche Anerkennung mehr findet, wird sie an Kraft verlieren. "Wer hat am Ende die Oberhand, die Urwerte der Familie oder die Unwerte des schonungslosen Egoismus", fragte Roeb. Was, so der Präses, werde sich durchsetzen, die Zuwendung oder die Ausbeutung, die Gerechtigkeit oder die Gier, die Rücksichtnahme oder die Vorteilnahme, die Treue oder die Beliebigkeit, die Verantwortung oder die Rücksichtslosigkeit. "Vater Kolping und auch der Papst werben für die Werte der Familie gegen das reine Rendite- und Vorteilsdenken. Wir kämpfen gegen die Familienfeindlichkeit in der Arbeitswelt und gegen einen Konsumterror, der die Familie mit Kindern immer den Kürzeren ziehen lässt."

Solidarität mit den Armen

Der Papst kämpfe vehement gegen die Globalisierung der Gleichgültigkeit, gegen den tötenden Egoismus. Er setzte Glück von Brüderlichkeit und Teilhabe entgegen. Deshalb Solidarität mit den Armen und Bewahrung der Schöpfung.
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