Energiegenossen begeistert von Einsatz der Wärmepumpentechnologie bei Hamm
Einsatz bei Kälte und Hitze

Bauleiter Michael Wegener (Dritter von rechts) stellte den Besuchern von der Bürgergenossenschaft TIR Energie den Einsatz der Wärmepumpentechnologie bei der Hamm AG vor. Mit dabei waren (von rechts) Vorsitzender Markus Sporrer, Manfred Zölch sowie (von links) Florian Busl, Konrad Schedl, Kathrin Roider und Klaus Schuster. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
17.10.2015
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Einblicke in die Wärmepumpentechnologie erhielt kürzlich eine Gruppe der Bürgergenossenschaft TIR Energie bei der Hamm AG. Bauleiter Michael Wegener stellte sowohl den Außen- als auch den Innenbereich der Anlage im Detail vor.

Den Besuchern, darunter das Vorstandsgremium und einige Aufsichtsratsmitglieder der Energiegenossen, berichtete Michael Wegener stolz, dass diese Anlage bei Kälte im Inneren des Verwaltungsgebäudes für Wärme und bei Hitzeperioden für Kühlung sorge. "Versteckt" ist diese vorbildliche Anlage unter dem großflächigen Parkplatz. Für diese Anlage hat ein Spezialunternehmen 48 "Löcher" bis zu 140 Meter tief in den Boden getrieben. Wie üblich in der Oberpfalz hätten sich die Bohrköpfe über weite Strecken durch den harten Granit beißen müssen. In den Vertiefungen unter dem Parkplatz summieren sich Einzelsonden auf eine Gesamtlänge von 6700 Metern. Dazu kommen 4500 Meter Anbindungsleitungen, die die spezielle Flüssigkeit der Sonden zur Technik im Verwaltungstrakt transportieren.

Geothermie erspare der Umwelt nicht nur die CO2-Belastung, sie punkte zudem mit bis zu 40 Prozent geringeren Verbrauchskosten. "In spätestens zwölf Jahren rechnet sich die Anlage", erklärte Michael Wegener. Bei den zu erwartenden Preissteigerungen für fossile Brennstoffe werde sich dieser Zeitraum wohl erheblich verkürzen. Einen weiteren Vorteil dieses "Wunderwerks der Technik" erleben die Mitarbeiter im Sommer: die Sonden leisten dann für rund 200 000 Kilowatt Kühlenergie. Dabei sorgen die eingebauten Leitungen in den Gebäudedecken für ein angenehmes Raumklima. Emissionen und Verbrauchskosten sinken außerdem um bis zu 70 Prozent im Vergleich zu konventionellen Kompressions-Kältemaschinen.

Nicht nur "Stromwende"

Nach der kurzweiligen Führung zeigten sich die Energiegenossen um Vorstandsvorsitzenden Markus Sporrer beeindruckt und begeistert von dieser nachahmungswürdigen innovativen Anlage. Sporrer betonte, dass es sich bei der Energiewende nicht nur um eine "Stromwende" handeln dürfe. Die Energiewende müsse den Bereich Wärme/Kälte und auch den Straßen- und Güterverkehr mit einschließen. Sporrer verkündete voller Stolz, dass demnächst das Startprojekt einer PV-Eigenstromversorgung beim Kreisbauhof realisiert werde. Ebenso kündigte Sporrer eine eigene Homepage an, welche bereits in Auftrag gegeben worden und bald abrufbar sei.

Im Namen der Energiegenossen bedankte sich Markus Sporrer abschließend bei Michael Wegener mit einem kleinen Präsent.
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