Erste Kisten werden gepackt

Modernste Technik wird einmal im Besprechungszimmer in der neuen Polizeiinspektion Einzug halten. Aktuell können die Polizeihauptkommissare Hermann Weiß (links) und Bernhard Schraml allerdings nur die Kabelschächte und Zuführungen bestaunen. Bis in fünf Wochen schaut das schon anders aus. Am 27. Januar sollen die Beamten von der Hochwartstraße in ihr neues Domizil an der Falkenberger Straße umziehen. Bild: Schirmer
Lokales
Tirschenreuth
17.12.2014
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Ein besonderer Einsatz steht den Polizeibeamten in der Kreisstadt bevor. Blaulicht ist nicht angesagt, wohl aber kräftiges Zupacken: Am 27. Januar wird in das neue Inspektionsgebäude umgezogen.

Es war mit Sicherheit der letzte Weihnachtsbesuch der Politiker in der "alten" Dienststelle der Polizeiinspektion der Kreisstadt. "Wir sind auf der Zielgeraden", kommentierte stellvertretender Inspektionsleiter, Polizeihauptkommissar Hermann Weiß, den Baufortschritt bei der neuen Wirkungsstätte der Beamten an der Falkenberger Straße. Aktuell sind dort die Handwerker beim Innenausbau aktiv, während im Standort in der Innenstadt schon die ersten Kisten gepackt werden.

Am 27. Januar 2015 wechseln die Polizisten dann an ihren neuen "Tatort". Innerhalb eines Tages wird der Umzug passieren. Wer glaubt, dass zu der Zeit die Aufmerksamkeit der Beamten allein darauf gerichtet ist, der irrt. "Es gibt Doppelbesetzungen bei den Streifen, damit der übliche Dienstbetrieb gewährleistet bleibt", versicherte Hermann Weiß beim Besuch der Politiker.

Innenminister soll mitfeiern

Offiziell gefeiert wird der Neubau wohl erst Mitte nächsten Jahres, nachdem auch nach dem Umzug noch eine Reihe von Restarbeiten anstehen. Darunter die Außenanlagen oder die Aufstellung des zugehörigen Kunstwerkes. Wenn alles fertig ist, dann wird auf die neue Inspektion angestoßen. Wichtigster Gast soll Innenminister Joachim Herrmann sein.

Mit der neuen Wirkungsstätte kommen auf die Polizisten auch bessere Arbeitsbedingungen und natürlich moderne und funktionelle Räumlichkeiten zu. Mit gut 600 Quadratmetern ist die neue Inspektion fast dreimal so groß wie der "Altbau" an der Hochwartstraße. Kosten wird der Neubau knapp über drei Millionen Euro. Wichtig ist auch, dass an neuer Stätte eine bessere Betreuung der Besucher, gerade bei sensiblen Angelegenheiten, gewährleistet ist.

Wunsch nach mehr Kollegen

Groß ändern an der Personalsituation wird sich durch den Neubau aber nichts. Mit 28 Beamten schultert die Inspektion ihre Aufgaben, bei einer theoretischen Sollstärke von 36 Personen. Dabei müssen die Tirschenreuther auch immer wieder einzelne Kräfte an Einsatzeinheiten, wie bei Fußballspielen, abgeben. Verständlich ist da der Wunsch des stellvertretenden PI-Chefs nach mehr Kollegen. "34 wären ideal", gab Hermann Weiß den Politikern, allen voran CSU-Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, mit auf den Weg. Die konnten die Gäste allerdings nicht als Weihnachtspräsent dalassen.

Konkrete Pläne für das denkmalgeschützte Gebäude an der Hochwartstraße hat Bürgermeister Franz Stahl derzeit nicht. Als nächster Schritt soll das Objekt einmal öffentlich ausgeschrieben werden. "Mal testen, was der Markt so hergibt", gab sich Stahl offen für alle Interessenten und Absichten, auch aus dem privaten Bereich. Freilich müsste eine Umgestaltung den historischen Aspekt des Gebäudes berücksichtigen.
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