Euregio-Egrensis-Preis für Horst Adler - Auszeichnung in Eibenstock im Erzgebirge
Um die Aussöhnung mit Tschechen bemüht

Horst Adler hat den Euregio-Egrensis-Preis erhalten.
Lokales
Tirschenreuth
16.11.2015
9
0
Horst Adler aus Tirschenreuth, Vorsitzender der in Rehau ansässigen "Stiftung Ascher Kulturbesitz", ist einer der diesjährigen Empfänger des Euregio-Egrensis-Preises. Mit diesem Preis zeichnet die Gemeinschaft Personen oder Institutionen aus, die sich um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bayern, Sachsen, Thüringen und Böhmen in vorbildlicher Weise verdient gemacht haben und die damit zu gegenseitiger Verständigung und Toleranz beitragen.

Prinzip des Händereichens

In ihrer Laudatio auf den Preisträger bei der Preisverleihung in Eibenstock im Erzgebirge betonte die bayerische Euregio-Präsidentin Dr. Birgit Seelbinder, Adler sei seit Jahrzehnten stetig um Aussöhnung mit der tschechischen Seite bemüht. Er pflege die Kontakte zur Stadt Asch und den heute Verantwortlichen, seine Meinung sei dort gefragt. Mit seinem Prinzip des Händereichens wolle Horst Adler kontinuierlich das Verhältnis zwischen den früheren und den heutigen Bewohnern des Ascher Gebietes normalisieren und verbessern. "Ihm geht es in erster Linie um ein positives Gestalten von Gegenwart und Zukunft in den deutsch-tschechischen Beziehungen", begründete Seelbinder die Entscheidung der Euregio, den gebürtigen Ascher auszuzeichnen. Die weiteren Preisträger in diesem Jahr sind der frühere Bürgermeister der Stadt Chodov (früher Chodau), Josef Hora, sowie der langjährige Bürgermeister der Stadt Bad Elster, Christoph Flämig. Die beiden ehemaligen Kommunalpolitiker hätten sich in vielfacher Weise für kommunale Partnerschaften eingesetzt und damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region wesentlich vorangetrieben.

Der amtierende gemeinsame Präsident des grenzüberschreitenden Bündnisses, der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert, sagte in seiner Begrüßungsansprache: "Wenn Europa heutzutage schon vor großen, teilweise unüberwindlich scheinenden Problemen steht, dann müssen wenigstens die Menschen in den Grenzregionen dafür sorgen, dass gute Nachbarschaft und Integration im wohl verstandenen europäischen Sinne keine leeren Floskeln sind, sondern alltäglich und vielfältig gelebt werden." Dies gelte für die Preisträger in ganz besonderem Maße.

Im Rahmen der Festveranstaltung in der sächsischen Bergbaustadt Eibenstock wurde auch der frühere Landrat des Vogtlandkreises, Dr. Tassilo Lenk, aus dem Kreis der aktiven Funktionsträger der Euregio Egrensis verabschiedet.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.