Fantasielebewesen kreativ in Szene gesetzt
Entenhausen lässt grüßen

Das Praxis-Seminar im Fach Biologie zeigt im Museumsquartier eine außergewöhnliche Ausstellung zum Thema Artenvielfalt. Die jungen Leute haben dabei Fantasielebewesen aus der Welt von "Entenhausen" kreativ in Szene gesetzt. Anfassen ist dabei durchaus erlaubt, sogar gewünscht. Denn die Tiere sind zerleg- und zusammensetzbar, warten bei Berührung mit Stimme auf oder sind Teil eines Spiels. Unser Bild zeigt die Akteure zusammen mit Bürgermeister, Schulleiter, Seminarleiter und Museumsmitarbeitern. Bilder: Gr
Lokales
Tirschenreuth
11.11.2014
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Sie heißen "Grimmiger Igelfisch", "Grauenhafter Vielfuß", "Indischer Plaudervogel" oder "Gurkenmurkser". Und sie sind allesamt Fantasielebewesen aus einer Welt, in der seit 80 Jahren Donald Duck, Onkel Dagobert und Tick, Trick und Track spannende Abenteuer bestehen.

"In der einen Stunde, die wir hier stehen, sterben weltweit vier Arten aus." Damit unterstrich der Leiter des Stiftland-Gymnasiums (SGT), Georg Hecht, am Montag im Museumsquartier (MQ) die Aktualität der Arbeiten des Praxis-Seminars Biologie. Zehn Schüler zeigen dort ihre Werke.

Skurrile Geschöpfe

Ähnlich wie in der "richtigen Natur" stünden die Entenhausener Mitgeschöpfe in vielfältigen und lebhaften Wechselbeziehungen, erklärte Seminarleiter Uli Roth bei der Eröffnung der Präsentation.

In Anlehnung an die "donaldistischen Forschungen" von Carl Barks (1901 - 2000) und sein Buch "Bark's Thierleben" sowie an eine, vor einem Jahr im Bamberger Naturkundemuseum gezeigten Sonderausstellung, haben die zehn Schüler der Jahrgangsstufe 12 im Alter von 17 bis 18 Jahren die Ausstellung erarbeitet. Allerdings ganz anders als man sich das vielleicht vorstellt.Jedes Objekt ist mit einem interaktiven Element ausgestattet.

"Nachschauen, Anfassen, Mitmachen" heißt deshalb auch die Devise. Die jungen Forscher haben sich große Mühe gegeben und großes kreatives Potenzial bewiesen. Herrlich, wenn man den Schnabel des "Indischen Plaudervogels (Cracula papperlapappa)" zusammendrückt. Denn just in dem Augenblick löst man den Sprachchip im Innern aus und das schwarze Tier beginnt zu singen.

Nervig hingegen tritt der "Grimmige Igelfisch" (Ballonus echinocactus) auf. Pumpt man ihn per Blasebalg auf, ist er noch recht friedlich. Geht ihm aber ganz langsam die Luft aus, quittiert er das mit einem hochfrequenten Pfeifen, das man aus dem Museum rennen möchte.Lesetafeln für jedes Fantasietier und fünf große Schauplakate mit Hintergrundinformationen zu Artenvielfalt, Carl von Linné oder dem Autor Carl Barks ergänzen die Ausstellung ."Die interaktiven Objekte vermitteln Kenntnisse in klassisch-biologischer wie auch in "donaldistischer" Systematik und legen die Lehre eines Carl von Linné und das von ihm begründete ,Systema naturae' auch einmal ungewöhnlich und humorig aus", erklärte Seminarleiter Uli Roth.

Vier Sponsoren

Bürgermeister Franz Stahl lobte die Kreativität der Jungbiologen. "Ich hoffe, die behaltet ihr auch in eurem Studium und später im Berufsleben bei." Als Kooperationspartner und Sponsoren unterstützen das Projekt die Stadt Tirschenreuth, das Landratsamt, die Sparkasse Oberpfalz Nord und die Raiffeisenbank im Stiftland.

Um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, präsentieren die Schüler ihr Arbeitsergebnis bis zum 28. November im Museumsquartier und anschließend der Reihe nach im Landratsamt, der Sparkasse und im Gymnasium. Das Museum ist täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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