Fest der Genüsse und Kulturen

So attraktiv wie das Plakat ist auch das Programm, mit dem die Arge Fisch am Sonntag zusammen mit der Volkshochschule, der Arbeiterwohlfahrt, dem Missionshaus Sankt Peter und dem Förderverein Fischhofpark beim "Fischtival" der Genüsse und Kulturen aufwartet. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
27.05.2015
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Fischspezialitäten aus aller Welt, Tänze aus fremden Ländern und interessante Begegnungen verspricht das "Fischtival der Kulturen". Am Sonntag, 31. Mai, dreht sich rund um die Seebühne vieles, aber nicht alles um die schmackhaften Flossenträger.

Hans Klupp, Vorsitzender der Arge Fisch, ist sich von vornherein sicher: "Verschiedene Kulturen sind keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung für uns". Und genau unter dieses Motto wurde auch das diesjährige Fischfest im ehemaligen Gartenschaugelände gestellt. Am ersten Wochenende des Tirschenreuther "cooltour-Sommer" treffen am Platz am See kulinarische Genüsse auf interkulturelle Verständigung.

Länder würdig vertreten

Dabei sein wird auch der Deutschkurs der Volkshochschule. Die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Ländern wollen zum Fischtival ihren Beitrag leisten. Betreuerin Alexandra Schwarz sagt: "Am wichtigsten ist es uns, die Länder würdig zu vertreten." Das tun die Asylbewerber, indem sie exotische Fischgerichte zubereiten und Tänze aus ihren Heimatländern zeigen. Dazu werden westafrikanische Klänge durch den Fischhofpark schweben, denn es ist den Organisatoren gelungen, die Band "Jalli Kunda" für das Fest zu gewinnen. Die Musiker stammen ursprünglich aus dem Senegal, haben in München eine neue Heimat gefunden. Die Band spielt neben traditioneller Musik aus Westafrika auch eigene Kompositionen. Ihre Instrumente sind dabei die Kora, eine Art Harfe, und verschiedene Trommeln wie Djembe, Dundun, Sabar und Mandinka Serruba. Auch die Arbeiterwohlfahrt wird zum Gelingen des interkulturellen Festivals beitragen. Sie bietet den Asylbewerbern aus dem ganzen Landkreis an, sie von ihren jeweiligen Unterkünften abzuholen und in den Fischhofpark zu bringen.

St.-Peter-Fest

Doch der Tag beginnt nicht erst um 14 Uhr, zuvor kann man bereits das St.-Peter-Fest besuchen. Ab 10.30 Uhr feiern dort die Steyler Missionare einen Familien-Gottesdienst, der ebenfalls eine internationale Ausrichtung hat. Für Pater Martin Neuhauser ist das Programm des anschließenden Fischtivals eine tolle Ergänzung zum St.-Peter-Fest, das dann pünktlich um 14 Uhr endet. Er erinnert bei der Vorstellung der Veranstaltung an die vielen ausländischen Pfarrer in der Region und erklärt: "Die Religion trennt uns nicht, sie verbindet uns."

Hans Klupp freut sich, dass man es geschafft hat, bei der Planung die Bemühung um Integration praktisch in die Tat umzusetzen: "Auch die Theorie, die Gespräche sind wichtig, aber wir wollen die Menschen direkt zusammenbringen. Ich wünsche uns allen gute Begegnungen."
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