Festakt: 40 Jahre Volkshochschule Tirschenreuth
Nichts für Einzelkämpfer

Gut besucht war der Festakt "40 Jahre Volkshochschule Tirschenreuth" im Sitzungssaal des Landratsamtes. Viele Bürgermeister aus dem gesamten Landkreis waren dazu gekommen. Im Bild (vorne von links) Richard Scheuringer, Professor Dr. Klaus Meisel, Landrat Wolfgang Lippert und VHS-Leiterin Angelika Schraml. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
17.11.2014
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Songschreiber Hubert Treml sorgte mit seinen Liedern für Nachdenkliches und Heiteres. (Bild: kro)

Erwachsenenbildung hat den ganzen Menschen im Blick. Und das tut die Volkshochschule schon seit 40 Jahren. Das Erfolgsrezept wurde beim Festakt am Samstag deutlich.

Als weitreichende Entscheidung bezeichnete Landrat Wolfgang Lippert vor zahlreichen Ehrengästen die Zusammenlegung der beiden Volkshochschulen im Landkreis zu einer einzigen. "Damit wurden die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung gestellt." Angelika Schraml, seit fünf Jahren VHS-Leiterin dankte vor allem den Außenstellenleiter. "Sie sorgen dafür, dass die Volkshochschule in den Gemeinden lebendig ist." Denn die VHS funktioniere nur im Team, sei nichts für Einzelkämpfer.

Ausführlich ging Landrat Wolfgang Lippert auf die geschichtliche Entwicklung ein. Detailliert stellte er die wichtigsten Eckdaten inhaltlichen Schwerpunkte vor, die sich ständig den neuen Gegebenheiten anpassten. Aktuell seien Integrationskurse sowie Kurse für Deutsch, speziell für die Asylsuchenden, ein Arbeitsschwerpunkt. Die Gesundheitsbildung liege der VHS nach wie vor besonders am Herzen, ebenso wie die Inklusion. "Bildung endet nicht in der Schule, das lebenslange Lernen ist aktueller denn je." Der Landrat dankte allen, die sich für die VHS einsetzen. Besonders hob er Harald Fritsch hervor, der 24 Jahre an der stand. Lippert war sich sicher, dass der bisherigen Erfolgsgeschichte noch viele weitere Kapitel folgen werden.

Richard Scheuringer, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Volkshochschulverbandes, bescheinigte Tirschenreuth "Treffpunkt-Charakter mit Nachhaltigkeit". Auch im Tourismusbereich sei die VHS auf einem guten Weg. Landesvorsitzender Professor Dr. Klaus Meisel, hielt eine sehr kurzweilige Festansprache. Humorvoll erzählte er, dass es immer verdächtig sei, wenn Erwachsene etwas lernen wollten.

Die Volkshochschule sei offen für alle Bevölkerungsgruppen. Sie habe die Zeichen der Zeit erkannt, sich der Globalisierung ebenso angenommen wie dem technologischen Wandel und der Gesundheitsförderung. "Die VHS bietet keine ,Hüpfkurse' an, wie manche behaupten, sondern präventive Gesundheitskurse."

Dr. Meisel betonte, dass die VHS immer auch die Menschen anspreche wolle, die den gesellschaftlichen Wandel nicht mitgehen könnten. Umso wichtiger sei die Erwachsenenbildung, die den ganzen Menschen im Blick habe. In der Gesellschaft herrsche oft ein Problem bei der Vermittlung der Grundbildung. Die Volkshochschule betone intergenerative Lernen.

Deutschland habe sich zu einem Einwanderungsland entwickelt. Viele hochqualifizierte Menschen fänden den Weg hier her, seien gerade im Zeitalter des Fachkräftemangels sehr willkommen. Die Volkshochschule sei hier ein wichtiger Baustein und ein Dienstleister für die öffentliche Hand und die Betriebe.

Der Landesvorsitzende freute sich, dass die Tirschenreuther VHS flächendeckend und dezentral aktiv sei. "Sie ist der Ort der Begegnung für Jung und Alt, für Inländer und Ausländer, hier arbeiten alle sozial zusammen." Der Sprecher sah aber auch bisschen Nachholbedarf: in der öffentlichen Förderung.

Musikalisch wurde der eindrucksvolle Festakt vom Oberpfälzer Songschreiber Hubert Treml. Er hatte sogar ein eigenes Loblied auf die Tirschenreuther Volkshochschule geschrieben, das sehr gut ankam.
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