Feuerwehrübung zeigt Rettung eingeklemmter Passagiere - Schweres Gerät im Einsatz
Mal ganz langsam zum Mitschauen

Erst die Scheiben entfernen, dann die Türe, schließlich noch das Dach: Eindrucksvoll zeigten die Feuerwehrleute, wie sie am Unfallort Zugang zu verletzten Passagieren schaffen. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
29.10.2015
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Normalerweise geht es bei der Feuerwehr ganz fix. Bei einer Schauübung gab es eine Ausnahme: Um den Zuschauern das Handeln der Floriansjünger besser deutlich zu machen, fielen die Handgriffe wesentlich langsamer als im Ernstfall aus. Ebenso wurde jeder Rettungsschritt für die Zuschauer über Lautsprecher erklärt.

Schon zum dritten Mal nutzte die Feuerwehr den Rahmen des "Oktoberfestes" für eine Schauübung auf dem Gelände des Autohauses Enslein und Schönberger. Für die zahlreichen Zuschauer simulierten die Aktiven einen Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Die Besonderheit in diesem Jahr war, dass einer der beiden "Verletzten" unter den Pkw geraten war.

Im ersten Schritt zeigten die Feuerwehrleute, wie sie das Fahrzeug durch Unterbauten vor Erschütterungen sichern. Dann bewegten sie das Auto mit dem Lufthebekissen nach oben, um den Patienten unter dem Fahrzeug mit Hilfe einer Trage befreien zu können. Es folgte die Rettung des Fahrers. Um an ihn heranzukommen, wurden die Scheiben entfernt und die verklemmte Fahrertür mit dem Rettungsspreizer herausgenommen. Als dann noch die Fahrzeugholme mit der Rettungsschere durchtrennt waren, konnte das Autodach zurückgeklappt werden. Ein großzügiger Zugang zum Unfallopfer war damit gewährleistet. Die eingeklemmten Beine des Fahrers wurden per Rettungszylinder befreit, der den Vorderbau des Autos nach vorne drückte. Mit einer Schaufeltrage retteten die Helfer den "Verletzten" vorsichtig aus seiner misslichen Lage.

Anschließend hatten die Zuschauer die Möglichkeit, noch näher ans Geschehen heranzurücken. Die Feuerwehrleute standen allen Neugierigen geduldig Rede und Antwort - dafür ist im Notfall natürlich keine Zeit.
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