Friedrich Fischer aus Tirschenreuth präsentiert bei der 47. Kunstausstellung 30 Öl- und ...
Lavendel und Äpfel im Krankenhaus

Mit Ölfarben hat Fischer die Rosen auf die Leinwand gezaubert.
Lokales
Tirschenreuth
19.08.2012
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Niemand geht freiwillig oder gar gerne ins Krankenhaus. Dem Kunstmaler Friedrich Fischer bringt das Tirschenreuther Haus aber offensichtlich Glück. "Denn nie habe ich mehr Bilder bei einer Ausstellung verkauft, als hier", sagte der Kreisstädter bei der Vernissage zu seiner zweiten Einzelausstellung im Foyer.

Die überaus erfolgreiche erste absolvierte er 2005. Fischer präsentiert bei seiner neuesten Präsentation bis Ende Oktober 30 Acryl- und Ölbilder auf Leinwand. Das Motiv-Repertoire ist breitgefächert. Äpfel in verschiedenen Variationen, die Konnersreuther Resl, ein Lavendelfeld in der Provence, Massaikrieger, der Klettnersturm oder die Waldsassener Basilika sind nur einige Beispiele, die derzeit die Wände des Krankenhaus-Foyers zieren.

"Ich male, weil es mir Freude bereitet. Und natürlich freue ich mich, wenn anderen meine Bilder gefallen", beschreibt der ehemalige Polizeiangestellte seine Beziehung zur Malerei. Fischer ist gelernter Industrie- und Großhandelskaufmann. Ob Öl, Aquarell, Acryl, Bleistift oder Kohle, er geht mit allen Techniken souverän um.

Ölmalerei bevorzugt

Seine Lieblingsmotive sind Stadtansichten, Landschaften, Wildtiere und Stillleben. Am meisten fasziniert ihn die Ölmalerei, "weil dabei die höchste Farbbrillanz erreicht werden kann". Schwarz aus der Tube kommt bei Friedrich Fischer nie auf die Leinwand. Oft mischt er nur Komplementär-Farben und Weiß oder verwendet ausschließlich die Primärfarben Rot, Gelb und Blau mit Weiß.
Weder will er fotorealistisch malen, noch Dinge so sehr abstrahieren, dass sie erklärungsbedürftig werden. Ein paar "Mal-Gene" habe er wohl vom Vater geerbt. Der war Designer und Graveur. Manchmal bekam der kleine Fritz von ihm einen ausgedienten Pinsel, Farbe und Papier und durfte mit malen.

In der Schule sei er des öfteren als "Leiharbeiter" in andere Klassen geschickt worden, um zu gegebener Zeit Osterhasen, Nikoläuse oder Christbäume an die Tafeln zu malen. Mit Beginn seiner Lehrzeit brachten das "schwache Geschlecht", die "Beatles", die "Rolling Stones" und das Militär die Malerei zum Erliegen. Als leidenschaftlicher Musiker spielte Friedrich Fischer fast 35 Jahre als Gitarrist in verschiedenen Bands. Bei der Bundeswehr agierte er in der "Tanz-Band" der damaligen Jägerbrigade 10.

Passionierter Jäger

Der passionierte Jäger war auch Mitglied im Jagdhorn-Bläser-Corps. Eine schwere Krankheit machte all diese Aktivitäten mit einem Schlag zunichte. Während der Genesungsphase fiel ihm der amerikanische Maler Bob Ross und dessen Sendung "The Joy of Painting" auf. Die Initialzündung, um selbst wieder zu Pinsel und Leinwand zu greifen. Seit 2005 ist Fischer bei den Tirschenreuther Kunstschaffenden aktiv.

Die 47. Kunstausstellung im Foyer des Tirschenreuther Krankenhauses dauert bis Ende Oktober und ist ganztägig von Montag bis Sonntag und an Feiertagen geöffnet.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.fritz-fischer-tirschenreuth.de/
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